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Kurort Rathen – die Gemeinde am Fuße der Bastei

In malerischer Kulisse im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegt der Kurort Rathen. Gerade mal 35 Kilometer von Dresden entfernt liegt die Gemeine unterhalb einer fantastischen Felskulisse. Der Kurort Rathen ist die flächen- und einwohnerkleinste Gemeinde des Freistaates Sachsen. Rathen wird durch die Elbe in Oberrathen und Niederrathen getrennt. Gerade mal 400 Einwohner zählt jeder Ortsteil. Trotzdem ist der Kurort Rathen weit bekannt.

Kurort Rathen

Die sagenumwobene Geschichte von Rathen

Wahrscheinlich entstand der Rathen gemeinsam mit den Burgen Neurathen und Altrathen. Die Felsenburg Neurathen befindet sich weit oben über der Elbe im Basteifelsen. Burg Altrathen befindet sich auf einem Felsen nahe der Gemeinde. Beide Burgen waren einst Raubritterburgen. Zu Fuße der Burgen entstanden Siedlungen. Die Menschen hier verdienten ihre Penunsen vor allem mir Waldarbeit, der Elbschifffahrt und dem Steinbrechen.

Was die Wenigsten wissen, während der Zeit des Nationalsozialismus gab es in Rathen ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Es trug den Tarnnamen „SchwalbeII“.

Seit 1935 trägt die Gemeinde den Beinamen Kurort. Der Haupteinnahmezweig des Kurortes ist heute der Tourismus.

Rathen gehört zu den verkehrsberuhigten Zonen. In Niederrathen dürfen Sie nur als Übernachtungsgast und mit Sondergenehmigung einfahren. Für alle anderen steht ein großer Parkplatz zur Verfügung.

 

Ausflugsziele in und um den Kurort Rathen

Kurort RathenIn und um den Kurort Rathen liegen so viele Ausflugsziele, dass Sie schon ordentlich Zeit mitbringen sollten. Die berühmtesten Attraktionen sind die Bastei und die Felsenbühne Rathen. Marschieren Sie aber auch mal durch den Amselgrund entlang des Amselfalls. Auf dem Amselsee können Sie bei einer Kahnfahrt einen großen Teil der Felsenwelt von Niederrathen kennenlernen. Vergessen Sie auch die Schwedenlöcher nicht und wandern Sie durch den Nationalpark Sächsische Schweiz. Und auch der Rauenstein und die Burgen Altrathen und Neurathen sind einen Ausflug wert. Ein Erlebnis sind auch die Eisenbahnwelten im Kurort Rathen. Die Eisenbahnwelten ist die größte Gartenbahnausstellung der Welt in der Spurgröße G.

Übrigens war der Kurort Rathen auch schon häufig ein Drehort für Filme. Unter anderem wurden einige Teile des Polizeiruf 110 hier gedreht.

Vom Kurort Rathen haben Sie es auch nicht weit bis nach Dresden, die Tschechei oder anderen Sehenswürdigkeiten der Umgebung.

Der Kurort Rathen ist eine fantastische Erlebniswelt. Bei Einbruch der Dunkelheit ist ein Spaziergang zum Lichterbrunnen ein Highlight. Von Ostern bis in den Oktober hinein erleben Sie eine Komposition aus Lichtern, Wasser und Musik. Faszinierend! Was bei Nacht der Lichterbrunnen ist, ist am Tage die Klangterrasse. Die Klangterrasse ist mit Lautsprechern versehen, über die Sie Musik hören können. Sie bekommen den Eindruck, mitten in einem Orchester zu stehen. Lautstärke und Mischungsverhältnis verändern sich mit Ihrem Standpunkt.

Sind Sie ein Freund von duftenden Blüten, gehört der Besuch des Rhododendrenparks dazu. Auf der „Kleinen Bastei“ können Sie die blühende Pracht erleben. Hier gibt es auch exotische Hölzer, Magnolien und andere blühende Sträucher.

 

Also, auf nach Rathen, dem Kurort mit dem besonderen Flair.

Bildquelle: Für das Bild bedanken wir uns beim Fotografen Mirko Seidel http://miseidd.de

Die Jungfrau Barbarine mahnt in der Sächsischen Schweiz ungehorsame Kinder

BarbarineEinst war eine Mutter in Pfaffendorf, die ihre Tochter des Sonntags in die Kirche schickte. Das Mädchen hatte allerdings wenig Lust in der Kirche still zu sitzen und dem Pastor bei der Predigt zu zuhören. Deshalb ging sie lieber am Pfaffenstein in die Heidelbeeren. Doch sie bemerkte nicht, dass ihre Mutter ihr heimlich nachgegangen war und sie im Wald angetroffen hatte. Die Mutter war so zornig auf ihre Tochter, dass sie diese beschimpfte und in ihrem Zorn verwünschte, dass sie auf der Stelle zu Stein werde. Noch im selben Augenblick verwandelte sich die Tochter in einen hoch aufragenden Felsen und mahnt seither alle ungehorsamen Kinder. Der Felsen erhielt im Volksmund den Namen der verwunschenen Tochter Barbarine.

Barbarine lockt Kletterer an

Die Barbarine ist ein riesiger Felsen, der zum Felsmassiv des Pfaffensteins gehört und nah beim Ort Pfaffenstein in der Sächsischen Schweiz steht. Felix Wendschuh unternahm den ersten Kletterversuch auf der Barbarine am 09.September 1905, welcher dokumentiert wurde. Ganz hat er den Gipfel nicht erklommen, aber bis zum Ende des Risses in der Barbarine konnte er vordringen. Laut einer Geschichte soll der Wirt des Pfaffensteins ihn zur Umkehr gezwungen haben. Doch das dürfte lediglich eine Geschichte sein. Nur 10 Tage später waren es der Dresdner Rudolf Fehrmann und der Amerikaner Oliver Perry-Smith, die endlich den Gipfel besiegten. Bereits am Vortag hatten beide einen Versuch gestartet, mussten aber vor Erschöpfung umkehren. Am 08.Juli 1924 wurde eine weitere Kletterroute durch Alfred Hermann auf der Talseite eröffnet.

Blitzschlag, Witterung und Erosion machten den Felsen instabil. Vor allem die oberen Gipfelköpfe waren zunehmend betroffen, sodass bereits 1946 Kletterer die Risse mit Beton ausgießen mussten. 1964 wurde der obere Gipfelkopf untermauert und mit Stahlseilen gesichert. Der Gipfelkopf wurde mit einem umlaufenden Seil gesichert, da er bereits gesichert war. 1975 musste die Besteigung der Barbarine ganz verboten werden.

In den Jahren 1979 und 1980 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen. Die Köpfe wurden mit Sandsteinverfestiger ausgegossen und der obere Gipfelkopf erhielt eine Haube aus Kunstsandstein, welche Wasser abweisend ist. Heute darf die Barbarine nur noch für Untersuchungen von Wissenschaftlern und Geologen bestiegen werden, um den aktuellen Zustand des Felsens zu prüfen.

Die Bastei ist die meistbesuchte Attraktion der Sächsischen Schweiz

BasteiDie Bastei findet sich in vielen Überlieferungen, die im Zusammenhang mit der Sächsischen Schweiz stehen, wieder. Sie ist eine der bekanntesten und ältesten Attraktionen der Sächsischen Schweiz. Das Felsriff fällt hier auf über 194 Metern steil zur Elbe ab und bietet einen fantastischen Ausblick über das Land. Sofern man nicht unter Höhenangst leidet. Zwischen Rathen und Wehlen gelegen ist sie zu Fuß, per Auto oder Bus zu erreichen. Früher war der Zugang vom Kurort Rathen aus sehr schwierig. Seit 1814 gibt es eine Treppe mit 487 Stufen, die auf den Felsen führt.

 

Die Bastei gehörte zum Verteidigungsring

Die steil aufragenden Felsen der Bastei gehörten zum Verteidigungsring der Felsenburg Neurathen. Erstmals wurden die Felsen der Bastei im Jahre 1592 im Zuge der Ersten Kursächsischen Landesaufnahme von Matthias Oeder genannt. Mit der Erschließung der Felsen entwickelten sie sich schnell zu einem beliebten touristischen Reiseziel. Casper David Friedrich malte hier ebenso wie Ludwig Richter. In der Reiseliteratur wird die Bastei zum ersten Mal von Christian August Gottlob Eberhard im Jahre 1798 erwähnt. Carl Heinrich Nicolai war einer der ersten Führer, welcher Besucher auf die Bastei führte.

Bastei wird Touristenattraktion

Bastei - Blick auf die Felsenburg NeurathenUnd mit einer solchen entwickelte sich natürlich auch die Gastronomie. Der Lohmener Fleischer Pietzsch erkannte das Potenzial der Bastei und begann Pfingsten 1812 mit der Versorgung der Wandergäste. In zwei Hütten wurden Besucher mit Butter, Brot, Branntwein, Kaffee, Bier und Milch versorgt. Schon zwei Jahre später entstand eine richtige Küche unterhalb eines Felsüberhanges. Selbst Goethes Sohn, August von Goethe, berichtete über die vortreffliche und freundliche Bewirtung.

1826 entstanden nach Plänen von Gottlob Friedrich Thormeyer feste Gebäude für die Übernachtung. Die alten Hütten wurden noch als Lager für die Wanderführer genutzt. Über die tiefen Klüfte der Mardertelle wurde eine hölzerne Brücke gebaut, welche den eigentlichen Basteifelsen mit der Steinschleuder und dem Neurathener Felsentor verband. Aber schon im Jahre 1851 wurde daraus eine steinerne Brücke, denn die Besucherzahlen stiegen stetig. Noch heute gibt es die Brücke aus Sandstein, die 76,5 Meter lang ist und in sieben Bögen die 40 Meter tiefe Schlucht der Mardertelle überspannt.

Von der Bastei aus haben Sie einen genialen Blick über das Land. Bis zum Lilienstein, dem Königstein und dem Pfaffenstein können Sie schauen und noch weiter bis ins böhmische Land. Über die Basteibrücke erreichen Sie die Felsenburg Neurathen. Sie ist die größte Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Steinkugeln und mittelalterliche Steinschleudern können Sie hier noch bestaunen.

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterwegs

Landkreis Sächsische Schweiz-OsterzgebirgeEng an die tschechische Grenze geschmiegt, befindet sich der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Südlich von Dresden grenzt der Landkreis im Osten und Süden an Tschechien, im Westen an den Landkreis Mittelsachsen, im Norden an den Landkreis Meißen und die kreisfreie Stadt Dresden sowie im Nordosten an den Landkreis Bautzen. Hauptsächlich umfasst der Landkreis die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge. Aber auch Ausläufer des Lausitzer Berglandes enden in diesem Gebiet. Mitten durch die wunderschöne Berglandschaft schlängelt sich die Elbe.

 

Wandern durch den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Hier, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge finden Sie eine wundervolle Landschaft, die Sie nicht nur zum Wandern einlädt. Vor allem Kletterfreunde finden hier ideale Bedingungen. Hier, im Nationalpark Sächsische Schweiz, laden Sie 36.000 Hektar Wald zu einer Entdeckungstour ein. Das Elbsandsteingebirge bietet eine einzigartige Kulisse bei Ihren Wanderungen durch das Gebiet. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten haben in dieser Region ein Zuhause gefunden. Bei einem Trip zur Bastei durch die Schwedenlöcher vorbei am Amselsee können Sie Uhu, Fischotter, Farne und seltene Moose entdecken. Vielleicht touren Sie aber auch einmal mir einem uralten Elberaddampfer durch das Gebirge.

 

Wirtschaft im Landkreis Sächsische Schweiz-OsterzgebirgeLandkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist vor allem durch die Forst- und Landwirtschaft gekennzeichnet. Aber auch die Uhrenindustrie hat hier ein Zuhause. In der gebirgigen Region hat das traditionelle Handwerk noch einen guten Namen und nimmt einen hohen Stellenwert ein. Die Stahl-, Glas- und Papiererzeugung machen das Angebot komplett. Einen großen Teil der Wirtschaft nimmt aber auch der Tourismus ein. Skigebiete in Holzhau, Altenberg und Geisíng sind beliebt und verzeichnen jedes Jahr höhere Besucherzahlen.

 

Sehenswürdigkeiten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Hier warten einige Burgen und Schlösser nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Unter anderem die Burg Stolpen, auf der die Gräfin Cosel viele Jahre gefangen war, die imposante Festung Königstein und das Schloss Weesenstein. Aber auch der Barock-Garten Großsedlitz ist einen Besuch wert. Die berühmteste Attraktion ist aber wohl die Bastei. Der Blick über die zu Füßen liegende Landschaft ist einfach gigantisch. Bereits seit 200 Jahren können Sie auf der Bastei auch schlemmen. Und das nicht nur am Kiosk. Haben Sie Lust auf ein Erlebnis im Freien, finden Sie am Fuße der Bastei die Felsenbühne Rathen, die jedes Jahr mit vielen Veranstaltungen lockt.

 

Machen Sie sich auf und entdecken Sie den wundervollen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.