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Die Bombennächte von Dresden

Frauenkirche nach Bombenangriff auf Dresden

Zerstörte Frauenkirche, Foto: Rolf van Melis, CC BY-SA 2.5

Die Tage vom 13. bis zum 15.Februar 1945 waren die wohl schwärzesten in der Geschichte Dresdens. Kurz vor Kriegsende wurden große Teile der Innenstadt zerstört. Barocke Kunstwerke und industrielle Bauten fielen den Luftangriffen zum Opfer und unzählige Menschen mussten ihr Leben lassen. Die Geschichte Sachsens wäre unvollständig, wenn wir nicht von dieser Katastrophe berichten würden.

Dresden hatte sich in seiner siebenhundertjährigen Geschichte zu einer einzigartigen Pracht und Schönheit entfaltet. Aus dem kleinen, slawischen Fischerdorf war eine Kunst- und Kulturstadt ohnegleichen geworden. Dresden war die Perle der deutschen Städte. Baumeister wie Pöppelmann, Chiaveri und Bähr schufen einzigartige Barockbauten, welche der Stadt den Namen „Elbflorenz“ einbrachten. Dichter und Philosophen schwärmten von der Schönheit der Stadt und nannten ihren Namen in zahlreichen Kunstwerken. Jedes Jahr zog es Reisende aus aller Herren Länder nach Dresden, bis – ja, bis zu jeder Schreckensnacht vom 13. zum 14.Februar 1945.

Der 13.Februar 1945 in Dresden

Es ist Faschingsdienstag und die Straßen von Dresden sind, wie in kaum einer anderen deutschen Stadt, voll mit Flüchtlingen. Etwa eine halbe Million Flüchtlinge und 600 000 Dresdner sind in der Stadt. Viele sind müde vom Herumziehen auf Landstraßen und suchen Schutz in Dresden, der Stadt, die bisher von Bombenangriffen verschont blieb. Die meisten von ihnen glauben, dass die Kunstschätze der Stadt ihr bester Schutz gegen die Luftangriffe sind. Lastwagen, Pferdewagen, Handwagen und Menschen sind eng gedrängt. Auf dem Stübelplatz und anderen freien Plätzen sammeln sich die Menschen mit ihrem Hab und Gut. Immer neue Wagen kommen in die Stadt und versuchen ein freies Plätzchen zu finden.

Am späten Abend werden die Bürger von einer Radiomeldung aufgescheucht. Gegen 21:55 Uhr teilt der Radiosender mit, dass feindliche Kampfflieger im Anmarsch sind. Nur 20 Kilometer von der Stadt entfernt, steuern sie direkt auf Dresden zu. In wilder Hast nehmen Kinder, Greise, Gebrechliche, Erwachsene, Alte und Kranke das Notwendigste und versuchen in Luftschutzräumen Unterschlupf zu finden. Viele haben die sichere Unterkunft noch nicht erreicht, als ein Brausen in der Luft zu vernehmen ist. Rote und grüne Blitze flammen am dunklen Himmel auf und die ersten Bomben schlagen ein. In einer endlosen Welle fliegt das amerikanische Bombengeschwader heran und bombardiert die zum Bersten gefüllte Stadt mit ihrer unheilvollen Last. Laut amtlichen Meldungen sollen etwa 800 Bomber etwa 300 000 Flammenstrahl-, Flüssigkeits- und Brandbomben abgeworfen haben.

Leichenberge nach dem Bombenangriff auf Dresden

Leichenberg, Foto: Hahn, CC BY-SA 3.0

Max Seydewitz berichtet in seinem nach Augenzeugen entstandenen Gedenkbuch „Die unbesiegbare Stadt“: „Aus Kanistern floss Benzin und Phosphor wie Regen herab, während es auf weiter Fläche in der Stadt kochte und brodelte, schwefelgelbe, schwarze, blaue oder rötlichglühende Wolken den Himmel überzogen, kamen weitere Flugzeuge, die nun 2000 schwere Sprengbomben in die lodernde Hölle warfen. Sie zerstörten Gebäude…, töteten Tausende schreiend und hilflos durch die Straßen Flüchtende und begruben andere Tausende lebendigen Leibes unter den Trümmern…“

Die Semperoper, das Schauspielhaus, die Hofkirche, das Schloss wurden ebenso zerstört wie der Zwinger, das japanische Palais, die Häuser der Ministerien oder das Hochhaus am Albertplatz. Und auch das Albertinum, das Johanneum, der Altmarkt, historische Bürgerhäuser, die Annenkirche, die Dreikönigskirche und die Sophienkirche wurden Opfer dieser Nacht. In nur 24 Minuten wurden 28 Millionen Quadratmeter in ein einziges Flammenmeer verwandelt. Riesige Trümmerberge türmten sich in der Innenstadt von Dresden. 24 Minuten, in denen tausende Menschen bei lebendigem Leibe verbrannten, von Bomben zerrissen, von einstürzenden Bauten zermalmt wurden, durch den Rauch erstickten oder deren Lungen durch die Druckwelle zerrissen wurden.

Nach den 24 Minuten beginnen die Überlebenden sich aufzuraffen, suchen nach Verschüttenden, nach Angehörigen und Bekannten und bemühen sich die Schmerzen der Verwundeten zu lindern. In Zeiten der Not verbreiten sich Gerüchte wie ein Lauffeuer. Keiner kann sagen, wer die Nachricht in Umlauf gebracht hat, nach der sich alle Überlebenden im Großen Garten versammeln sollen. Raus aus der brennenden Stadt, in den Schutz des Gartens, der einst für die Fansanenzucht entstanden war. Ein Londoner Sender soll im Radio dazu aufgefordert haben und für viele scheint die Flucht in den Großen Garten ein Ausweg aus dem Flammenmeer.

Tausende strömen in den Garten und suchen hier, der Kälte trotzend, Schutz. Und keiner der Schutzsuchenden ist auf den zweiten Angriff, der nur 3 Stunden später erfolgt, vorbereitet. Die gleichen Männer, die den Radiosprechern aufgetragen haben, die Menschen in den Großen Garten zu locken, schicken jetzt wieder Bomber um die Hilflosen zu vernichten. Ohne Vorwarnung zerreißen die Motoren der 1000 Flugzeuge um 1:22 Uhr die Stille um ihre unheilvolle Last auf den Großen Garten und die darin befindlichen Flüchtlinge abzuwerfen. Die Innenstadt und Stadtteile, die bisher verschont blieben, sowie der Große Garten werden noch einmal von hunderttausenden Brand-, Feuerstrahl- und Flüssigkeitsbomben bombardiert. Dazu kommen etwa 4000 Sprengbomben. Was den ersten Angriff überlebte, fällt den Bomben jetzt zum Opfer. Hilflose Frauen, Männer, Kinder und Greise werden ausgelöscht. Wer den Bomben nicht zum Opfer fällt, wird von der Flugzeugbesatzung mit Bordwaffen getötet. 32 Minuten dauert der zweite Angriff, eine halbe Stunde, die zur Ewigkeit wird. Mütter sehen ihre Kinder sterben und Kinder verlieren ihr Eltern. Doch der Leidensweg der Dresdner und aller Flüchtlinge soll noch nicht zu Ende sein.

Die Tage danach in Dresden

Bombenangriff auf Dresden

Foto: United States Air Force

Nur zehn Stunden nach dem zweiten Bombenangriff, am Mittag des 14.Februars, fliegen erneut angloamerikanisch Flugzeuge gen Dresden. Die Sirenen sind schon lange ausgefallen und die verwirrten Menschen werden ohne jede Vorwarnung von 12:15 bis 12:25 bombardiert. 1500 Sprengbomben, 30 000 Brandbomben und 400 Flammenstrahl- und Flüssigkeitsbomben prasseln auf Dresden und deren Menschen nieder. An den Elbwiesen haben sich tausende Menschen, die aus der Stadt geflüchtet sind, zusammengefunden. Am helllichten Tag werden sie im Tiefflug aus den Fliegern beschossen. Und auch das soll nicht das Ende des Leidens sein.

Der Mord an den Dresdnern wird am 15.Februar fortgesetzt. Eine dreiviertel Stunde, von 11:30 Uhr bis 12:15 Uhr fliegen erneut die Bomber über die Stadt. Einhundert Flieger werfen 15 000 Flammenstrahl-, Brand- und Flüssigkeitsbomben sowie 900 Sprengbomben ab. Die wehrlose Stadt und deren Menschen liegen in Schutt und Asche, kalt lächelnd abgeschlachtet durch angloamerikanisch „Helden“, die bei der Vernichtung nicht das geringste Risiko eingingen.

Eine Kunststadt, dem Erdboden gleich gemacht, und 35 000 Tode sind das Ergebnis der Fliegerangriffe. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass bei dem Bombenangriff auf Dresden „nur“ 25 000 Menschen ums Leben kamen. Viel wahrscheinlicher aber sind die nach oben korrigierten Zahlen von über 250.000 Toten. Aber spielt die Zahl eine Rolle angesichts der Feigheit und Kaltblütigkeit, mit denen dieser Angriff auf Dresden ausgeführt wurde?

 

Der Dresdner Zwinger – ein Kunstwerk von erlesener Schönheit

Dresdner ZwingerEinst sollten seine Mauern und prunkvollen Gebäude bis zur Elbe reichen. Ein Kunstwerk, das seinesgleichen suchen und Versailles auf die Plätze verweisen sollte. Als Vorhof für ein neues Schloss entworfen, befahl August der Starke seinen Bau 1709. Bereits seit 1701 spielte August der Starke mit dem Gedanken eines neuen Schlosses. Der Gebäudekomplex und die wundervolle barocke Gartenanlage im Dresdner Zentrum wurden vom Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und dem Bildhauer Balthasar Permoser entworfen und unter deren Leitung errichtet. Ein Kunstwerk aus einzigartiger Architektur, grandioser Malerei und unvergleichlicher Plastik. Der Dresdner Zwinger ist eines der bedeutendsten Bauwerke des Barock. Mit dem mächtigen Kronentor, dem lieblichen Nymphenbad, seinen Puten, Säulen und Bögen sucht der Dresdner Zwinger seinesgleichen. Um diese Pracht auf sich wirken lassen zu können, sollten Sie sich unbedingt für einen Rundgang viel Zeit nehmen. Hier können Sie heute den Mathematisch-Physikalischen Salon, die Gemäldegalerie Alte Meister, die Porzellansammlung und die Rüstkammer bestaunen.

 

August der Starke lässt eine Orangerie errichten

Genau so hat die Geschichte des Dresdner Zwinger begonnen. Ursprünglich wurde er als Orangerie und Garten für prunkvolle Feste erbaut. Dem Festareal sollte später ein Schloss folgen. 1709 wurde mit dem Bau der Orangerie begonnen, in der August der Starke seltene Pflanzen aus fernen Ländern züchten wollte. Der Orangerie folgten die Bogengalerie, die Gartenanlage und das Nymphenbad. Der Mathematisch-Physikalische Salon und der Französische Pavillon mit Deckenmalereien von Heinrich Christian Fehling und Louis de Silvestre entstanden zwischen 1712 und 1716. Balthasar Permoser verlieh dem Kronentor und der Langgalerie seinen Stempel mit seinen Bildhauerarbeiten. In Vorbereitung des Baus besucht Pöppelmann zahlreiche europäische Zentren und studierte dort die Architektur. Seine Reise führt ihn durch Wien, Prag, Florenz, Rom, Neapel und die Niederlande. Aber auch Versailles war Teil seiner Reise. Für den Garten stand der Park von Saint-Cloud mit seinen Wasserspielen Pate.

Der Wallpavillion wurde 1715 projektiert. Ein Jahr später begann der Bau. August der Starke wünschte aber eine Beschleunigung der Arbeiten, denn die Hochzeit seines Sohnes, dem Kurprinzen Friedrich August, mit der habsburgischen Erzherzogin Maria Josepha rückte näher. Der Wallpavillion gehörte zu den anspruchsvollsten Teilen des Zwingers. 1719 wurde der Bau vollendet und der Zwinger anlässlich der Hochzeit eingeweiht. Das eben fertiggestellte Festareal wurde für die Hochzeit hergerichtet. Am 15. September 1719 wurde im Zwinger das „Fest der vier Elemente“ vom kurfürstlichen Hof gefeiert.

Der weitere Ausbau des Dresdner Zwinger fand bis 1728 statt. Dabei blieb die Nordseite vorerst unbebaut, denn hier sollte nach einem zweiten Hof das zukünftige Schloss seinen Platz finden. 1722 wurde auch diese unvollendete Seite mit einer arkadenartigen Mauer geschlossen.

Der umschlossene Hof des Zwingers wurde mit Orangenbäumen und exotischen pflanzenangelegt. Verschiedene Bildhauer, darunter auch Permoser, gestalteten Skulpturen, welche die Gebäude verschönern sollten. Heute noch stützen 21 Pan-Figuren in Mannshöhe die Außenwände. Das Portal wird von Satyrhermen getragen. Die Orangerie musste dem Festareal weichen und wurde in den Churfürstlichen Orangengarten am heutigen Ostragehege verlegt. Der Garten war später als „Der Herzogin Garten“ bekannt.

 

Erste Beschädigungen während des Siebenjährigen Krieges

Im Siebenjährigen Krieg wird der Dresdner Zwinger von den preußischen Armeen benutzt. Und auch Napoleon hinterließ seine Spuren, als er im napoleonischen Krieg den Zwingergraben zuschütten lässt, um die Stadt einer Endfestigung zu unterziehen. Ab 1783 erfolgen Restaurierungsarbeiten und 1820 werden der Zwingerteich und im Innenhof der garten mit Brunnen angelegt. Zwischen 1847 und 1855 gestaltet Gottfried Semper den Abschluss zur Elbseite mit einem Galeriegebäude, welches mit plastischem Schmuck von Ernst Rietschel versehen ist. Auch in den folgenden Jahren gibt es immer wieder Zerstörungen und Restaurierungsarbeiten. Seinen empfindlichsten Schlag hat der Zwinger aber im Februar 1945 erhalten. Er wurde völlig zerstört. Bis 1963 fand der Wiederaufbau statt. Die ersten Ausstellungsräume wurden aber schon 1952 wiedereröffnet.

Ein Streifzug über die Dresdner Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmarkt DresdenSchnee rieselt vom Himmel herab, es riecht allerorten nach Glühwein, Punsch, Bratwurst und gebrannten Mandeln, im Hintergrund erklingt Weihnachtsmusik, Kinderaugen leuchten. Es ist Advent, also endlich wieder Zeit für einen Bummel über den Weihnachtsmarkt.

Dresden behauptet von sich, die Weihnachtshauptstadt Deutschlands zu sein und tatsächlich wird hier viel geboten …

Kommt der Besucher mit dem Zug am Hauptbahnhof der Landeshauptstadt an, ist es gar nicht weit bis zur nächsten Glühweinbude. Auf der Prager Straße empfängt der erste Weihnachtsmarkt Dresden seine Besucher. In den letzten Jahren etwas stiefmütterlich behandelt, erstrahlt er ab diesem Jahr in neuem Glanz. Die „Dresdner Winterlichter“ (29.11. – 23.12.2012) versetzen die Einkaufsmeile in weihnachtliche Stimmung. Attraktion ist ein 15 Meter hoher Baum, der, wenn es dunkel wird, stündlich illuminiert wird. Geboten werden außerdem allerlei Leckereien aus Dresden und Umgebung.

 Weihnachtsmarkt Dresden

Herzstück und DAS Touristenhighlight ist natürlich der „Striezelmarkt“ auf dem Altmarkt. Er findet 2012 (28.11 – 24.12.) bereits zum 578. Mal statt. Über 200 Händler bieten hier u. a. erzgebirgische Holzkunst, Pulsnitzer Lebkuchen oder Lauschaer Glaskunst an. Kulinarisch wird aufgefahren, was das Weihnachtsherz begehrt.

Seit der Umgestaltung 2009 setzt der Markt noch stärker auf Familien mit Kindern. Die Kleinen können im Knusperhaus Pfefferkuchen verzieren, in der Kinderbackstube selbst Plätzchen backen und natürlich auch mitnehmen, im Pflaumentoffelhaus malen und basteln oder das Märchenhaus besuchen. Auf der Bühne präsentiert sich täglich das Dresdner Weihnachtstheater. Im Wichtelhaus können gestresste Eltern ihren Nachwuchs in die Hände einer professionellen Kinderbetreuung geben und inzwischen in Ruhe über den Markt schlendern und einen Punsch trinken.

An den Wochenenden finden traditionelle Feste, vom Pflaumentoffelfest bis zum Schwibbogenfest, statt. Höhepunkt ist alljährlich das Stollenfest (8.12.12). Der Stollen, „Striezel“ genannt, gab dem Markt schließlich seinen Namen. Schon Wochen vorher backen zahlreiche Dresdner Bäcker am tonnenschweren Riesenstollen, der an diesem Tag nach einem Festumzug durch die barocke Altstadt angeschnitten und verkauft wird.

Vom größten begehbaren erzgebirgischen Schwibbogen bietet sich ein hervorragender Blick über den gesamten Markt und auf die größte erzgebirgische Stufenpyramide. Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr am 7.12. die „Sternstunden“. An diesem Abend ist der Markt bis 23 Uhr geöffnet und bietet besondere Angebote.

Weihnachtsmarkt DresdenAuf dem Neumarkt kann man in die Welt des Weihnachtsmarktes anno 1900 eintauchen (30.11. – 21.12.2012). Hier geht es ohne viel Schnickschnack sehr besinnlich zu. An kleinen Ständen und Buden werden die traditionellen Handwerkszünfte nachgebildet, die sich vor 100 Jahren rund um den Neumarkt befunden haben. Eine zünftige Feuerzangenbowle wärmt richtig auf.

Wer es beim Glühweinumtrunk eher „kuschlig“ mag, der ist auf dem Weihnachtsmarkt Dresden an der Frauenkirche (30.11 – 24.12.2012) richtig. Dieser befindet sich vornehmlich in der Münzgasse. Händler bieten hier Töpferwaren, Plauener Spitzen oder Freiberger Zinn feil. Sehr Hungrige können direkt in einem der unzähligen Restaurants einkehren.

Eine etwas peppigere Alternative bietet sich beim „Dresdner Hüttenzauber“ (28.11 – 24.12.) auf dem Postplatz. In mehreren beheizten Hütten gibt es Hüttengaudi, Aprés Ski und ein Hüttenrestaurant mit ca. 130 Plätzen. Hier kann man sich bereits mittags den Bauch vollschlagen.

Sie haben nun immer noch nicht genug vom Weihnachtstreiben? Dann geht es direkt hinüber auf die Neustädter Seite. Dort öffnet der „Augustusmarkt“ seine Pforten (29.11. – 23.12.2012). Auch dieser Weihnachtsmarkt Dresden präsentiert sich rund um den Goldenen Reiter und entlang der Hauptstraße völlig neu. Statt normalen Hütten stehen hier nun üppig geschmückte, hübsch beleuchtete weiße Pagoden. Es wird ein Blick in die Weihnachtswelt anderer Bundesländer, der europäischen Nachbarn und der weiten Welt geworfen.

Beschaulich-romatisch geht es auf vielen kleineren Weihnachtsmärkten in den Stadtteilen zu. Empfohlen sei hier der Elbhangfest-Weihnachtsmarkt in Loschwitz (1.12. – 16.12.2012). Durch viele kleine Stände und die Beteiligung der angrenzenden Händler und Höfe entsteht hier ein ganz besonderes Flair.

Weihnachtsmarkt Dresden

Zum Abschluss dieses Weihnachtsbummels durch Dresden sei noch ein Besuch der „Mittelalter-Weihnacht“ im Stallhof des Dresdner Schlosses (28.11 – 23.12.2012) wärmstens ans Herz gelegt. Dieser Weihnachtsmarkt Dresden ist seit Jahren sehr beliebt. Vielleicht liegt es daran, dass es hier kein Plastik, nur wenig elektrisches Licht und nicht die übliche Weihnachtsbeschallung gibt. Etwa 40 Händler bieten ihre Waren an, die aus Materialien und mit Werkzeugen des späten Mittelalters gefertigt werden. So kann man Schmieden, Töpfern, Schneidern oder Spinnerinnen bei der Arbeit zusehen. Ab Anbruch der Dunkelheit sorgen Öllampen, Kerzen und Laternen für ein lauschiges Ambiente. Da schmeckt der Met, das Knobibrot, der Eierkuchen oder der Rahmfleck noch mal so gut.

Wer möchte, kann nach vorheriger Anmeldung ein „Bad in der Menge“ nehmen. Dafür stehen im Badehaus zwei Badezuber zur Verfügung, die je bis zu zwölf Personen fassen. Vielleicht eine Anregung für die Weihnachtsfeier?

Wochentags ist der Besuch dieses Weihnachtsmarkts kostenlos, am Wochenende wird jedoch ein Wegezoll erhoben (3 Euro/ermäßigt 2 Euro). Dafür wird dann ganztägig ein reichhaltiges mittelalterliches Programm geboten.

Wer es vor Weihnachten nicht in den Stallhof schafft, der hat danach (27.12. – 30.12.2012) noch einmal eine Chance. Dann gesellen sich zum bisherigen Angebot Bleigießer, Kartenlegerinnen und Wahrsager hinzu. „Magische Tage und Nächte voller Aberglauben“ ist in der Zeit zwischen den Jahren das Motto. Dabei bietet sich die Gelegenheit, einen Blick ins neue Jahr zu werfen.

Die Brühlsche Terrasse – das architektonische Ensemble in Dresden

Brühlsche TerrasseWenn Sie vom rechten Elbufer der Augustusbrücke einen Blick über die Elbe werfen, sehen Sie das wohl meist fotografierte Motiv Dresdens, das Terrassenufer mit der Brühlschen Terrasse. Hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere und fast meint man, den Blick nicht mehr wenden zu können. Die Brühlsche Terrasse erstreckt sich über 500 Meter zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke, eng geschmiegt an das Elbufer. Im 19.Jahrhundert erhielt die Brühlsche Terrasse den Beinamen „Balkon Europas“, der auch in der Literatur Einzug gehalten hat.

Ihren eigentlichen Namen hat die Terrasse aber von Heinrich von Brühl erhalten, der einer der bedeutendsten Männer um August dem Starken war und eine für die damalige Zeit einzigartige Karriere durchwandert hat. Mit 13 Jahren startete er als Page, mit 19 Jahren kam er an den Hof des Kurfürsten und schon kurze Zeit später war er der engste Vertraute August II. Seinen Namen trägt die Terrasse entlang der Elbe, die ursprünglich ein Teil der Dresdner Befestigungsanlage war. Hier hatte Heinrich von Brühl sein Palais und seinen Lustgarten. Übrigens ist die Brühlsche Terrasse das letzte verbliebene Stück der Stadtmauer von Dresden.

Die 500 Meter lange Terrasse ist an manchen Stellen bis zu 10 Metern hoch. Die Breite der Terrasse variiert zwischen 20 und 200 Metern. Im Westen können Sie die Terrasse durch eine Freitreppe erreichen. Der Aufgang zur Brühlschen Terrasse wird von zwei Löwen bewacht. Auf der Brühlschen Terrasse befindet sich das ehemalige Ständehaus, die Sekundogenitur, die Akademie für bildende Künste und das Albertinum. Die Jungfernbastei befindet sich an der Ostseite der Terrasse. Hier können Sie in einer kleinen Parkanlage auf dem Belvederehügel die Reste des Brühlschen Gartens bewundern.

Direkt vor dem Ständehaus steht ein aus Sandstein erbautes Wasserbecken, das eigentlich 1750 angelegt wurde, aber im Jahre 1990 durch eine Kopie ersetzt wurde.

Brühlsche TerrasseDie Brühlsche Terrasse wird aber auch von zahlreichen plastischen Elementen geschmückt. Büsten von Ernst Rietschel und Johannes Schilling, das Denkmal Gottfried Sempers und das Planetensystem von Vinzenz Wanitschke sind auf der Terrasse zu finden. Der Delphinbrunnen befindet sich im ehemaligen Brühlschen Garten. Dort finden Sie auch das Denkmal für Johann Friedrich Böttger und Caspar David Friedrich.

Auch die Brühlsche Terrasse wurde durch den Bombenangriff vom 13. zum 15.Februar 1945 zerstört. Schon im gleichen Jahr wurde mit dem Wiederaufbau einzelner Gebäude begonnen.

Bei einem Bummel über die Brühlsche Terrasse haben Sie also viel zu entdecken. Übrigens sollten Sie unbedingt genau auf das Geländer der Brühlschen Terrasse achten. In der Nähe des Böttger Denkmals können Sie den Fingerabdruck von August dem Starken im Geländer entdecken. Laut einer Legende soll August der Starke ihn zum Zeichen seiner ungeheuerlichen Kräfte zurückgelassen haben.

Unterwegs im und über dem Plauenschen Grund

Plauenscher GrundSonntagnachmittag. Langeweile. Warum nicht die schönen Herbsttage nutzen, um einen kleinen Spaziergang zu machen? Also auf geht’s …

Kommt der geneigte Dresden-Besucher mit dem Zug oder dem Auto aus Richtung Freital in die Stadt, so erheben sich bei der Einfahrt links und rechts steile Felswände. „Was ist das? Sind wir hier im Gebirge?“, wird der eine oder andere fragen. Nein, ein Gebirge ist es nicht, man könnte es höchstens noch als einen Ausläufer des Erzgebirges bezeichnen. Wir befinden uns im Plauenschen Grund, einem Kerbtal der Weißeritz. Ober- und unterhalb der Felslandschaft gibt es einiges zu entdecken.

Idealer Ausgangspunkt für die Tour ist der Bahnhof in Dresden-Plauen. Von hier geht es ein paar Schritte bergab bis kurz vor die Weißeritzbrücke. Nun biegen wir links auf den Bienert-Wanderweg ein. Apropos Bienert: Auf dem Weg begegnet man vielen Orten, die an die Industriellenfamilie Bienert erinnern. Direkt am Anfang des Weges befindet sich links die Bienert-Mühle. Es war die kurfürstliche Hofmühle im 16. Jahrhundert, Bienert machte daraus ab 1852 die bedeutendste industrielle Großmühle im Raum Dresden. Damals mit modernster Technologie ausgestattet, ist das Gebäude heute zum Teil leider nicht im allerbesten Zustand. Es geht weiter auf dem Weg in Richtung Freital, auf dem uns links die Bahnstrecke Dresden – Nürnberg (früher Albertbahn) und rechts die Weißeritz begleiten. Nach etwa 700 Metern gelangt man zur Hegereiterbrücke, einer dreibogigen Sandsteinbrücke, erbaut im 16. Jahrhundert. Nach dem reißerischen Hochwasser der Weißeritz im Jahr 2002 wurde diese wieder aufgebaut. Ein paar Schritte flussaufwärts kommen wir zum Felsenkeller-Areal. Hier befand sich im 19. Jahrhundert die größte Brauerei außerhalb Bayerns. Heute haben an diesem Ort viele junge Gewerbetreibende und ein wissenschaftliches Untertagelabor ihren Platz gefunden. Am ehemaligen Eiswurmlager führt eine etwas unscheinbare Treppe auf den Pfad um das Gebäude herum.

Nun führt uns eine Treppe im Wald den Berg hinauf. Hier kann man die gute Waldluft tief einatmen. Oben Plauenscher Grundangekommen gelangen wir auf eine herrliche Streuobstwiese. Allerdings hat der Herbst in diesen Tagen nur noch ein paar versprengte Äpfelchen auf den Bäumen übrig gelassen. Hier schließt sich der Bienert-Park an, der 1906 von Erwin und Theodor Bienert gestiftet wurde. Da wir uns nun über dem Tal befinden, gibt es entlang des Weges einige reizvolle Aussichtspunkte. Höhepunkt der Tour ist der „Hohe Stein“ mit seinem Aussichtsturm, 190 Meter über dem Meeresspiegel. Von hier oben hat man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt. Auf der anderen Seite schaut man ins malerische Weißeritztal. Am Horizont entdeckt man die 220 Meter lange Brücke der A17 Dresden – Prag, die den Dölzschener und den Coschützer Tunnel verbindet.

Der Weg führt weiter vorbei am Bienert-Garten und an einer kleinen Sternwarte, die zum Gymnasium Plauen gehört. Abseits des Hauptweges gibt es immer wieder kleinere Pfade, die immer wieder auf den Hauptweg zurückführen.

Inzwischen sind wir nun fast wieder im Stadtteil Plauen angekommen. Hier stoßen wir direkt auf die Auferstehungskirche. Sie wurde bereits im Mittelalter erbaut und um 1900 in ihre heutige Form umgebaut. Auch hier tat der Unternehmer Bienert Gutes mit Spenden für die Innenausstattung und die Orgel. An die Kirche schmiegt sich der Innere Plauener Friedhof. Übrigens ein sehr schöner kleiner Friedhof, auf dem sich auch die Grabstätte der Bienerts befindet. Entweder geht man nun ein paar Schritte den Berg hinab und ist direkt wieder am Ausgangspunkt der kleinen Tour angekommen. Es lohnt sich aber auch noch ein kleiner Abstecher nach rechts zum F.-C.-Weißkopf-Platz mit dem Müller-Brunnen. Er trägt die Inschrift „Das Wandern ist des Müllers Lust“. Der Brunnen soll an den Lyriker Wilhelm Müller und an das Mühlenwesen erinnern, das die Gegend lange prägte. Auch ein Blick auf das im Stile der Neorenaissance erbaute Rathaus Plauen lohnt sich.

Felsenkeller BrauereiWer nun Hunger und Durst verspürt, wird ebenfalls fündig, empfehlenswert ist das italienische Restaurant „Il Grottino“.

Der Weg ist mit einem gelb-weißen Viereck gekennzeichnet und ist (wenn es im Winter nicht gerade glatt ist) hervorragend begehbar. Am Wegesrand stehen viele interessante Informationstafeln. Einige davon wurden leider von Vandalen beschmiert. Die kleine Wandertour dauert bei gemütlichem Tempo etwa 90 Minuten und ist damit perfekt für den Verdauungsgang zwischen dem sonntäglichen Mittagessen und Kaffeetrinken geeignet.

Mit der Pioniereisenbahn Dresden durch den Großen Garten

Pioniereisenbahn DresdenUnter den alteingesessenen Dresdner Ossis trägt die kleine Parkeisenbahn im Großen Garten immer noch den Namen Pioniereisenbahn Dresden. Denn als solche wurde sie 1950 gegründet und in den darauf folgenden Jahren betrieben. Keine Angst, die Pioniereisenbahn war nicht nur für Pioniere. Sie wurde lediglich von Pionieren überwacht. Diese waren Aufsicht, Fahrdienstleister und Zugbegleiter. Und das war damals eine große Auszeichnung, denn alle wollten den freiwilligen Dienst bei der Pioniereisenbahn verrichten aber nur wenige bekamen die Gelegenheit dazu.

 

Natürlich dampft die Pioniereisenbahn Dresden noch heute durch den großen Garten. Inzwischen hat sie zwei E-Loks bekommen. Aber auch zwei kleine Dampfloks sind noch unterwegs. Während der Sommermonate haben Sie die Möglichkeit, eine Runde durch den großen Garten zu drehen. An den Wochenenden müssen Sie aber mit Wartezeiten rechnen, denn immerhin befördert die Parkeisenbahn jedes Jahr etwa eine viertel Million Fahrgäste. Und die kommen nun mal hauptsächlich am Wochenende.

 

Die Pioniereisenbahn Dresden hat eine lange GeschichteParkeisenbahn Dresden

Auch wenn die Kindereisenbahn 1950 offiziell gegründet wurde, war sie nicht die Erste, die durch den Dresdner Garten dampfte. Bereits um 1930 tuckerte die Dampflok und einige Wagen der heutigen Eisenbahn bei verschiedenen Gelegenheiten durch den großen Garten. Bei großen Ausstellungen dient die Bahn als Beförderungsmittel. So wurde sie 1930 bei der Internationalen Hygiene-Ausstellung eingesetzt. Damals führte die Strecke am Kugelhaus vorbei, das 1938 abgerissen wurde.

Die Pioniereisenbahn wurde mithilfe der Dresdner Bürger erbaut. Zu Beginn sollte sie nur eine Saison fahren, doch das Interesse an der Bahn sorgte dafür, dass sie erhalten blieb. Die Strecke wurde nach und nach erweitert. Bereist im ersten Jahr waren es 295.000 Menschen, welche die Pioniereisenbahn Dresden beförderte. Nach 1962 waren es sogar über eine halbe Million Fahrgäste.

 

Eine Runde durch den Großen Garten

Heute führt die Strecke vom Hauptbahnhof Gläserne Manufaktur über den Bahnhof Zoo, den Bahnhof Carolasee, den Bahnhof Karcherallee und den Bahnhof Palaisteich zurück zum Hauptbahnhof. Die Bahnhöfe trugen natürlich zu Ostzeiten andere Namen, die einen symbolischen Charakter zum Wiederaufbau hatten. Mit der Pioniereisenbahn Dresden können Sie gemütlich durch einen Teil des Großen Gartens fahren. Bei entspannten 20 km/h können Sie die wundervolle Landschaft genießen und die im Garten befindlichen Sehenswürdigkeiten bestaunen. In offenen, überdachten oder geschlossenen Personenwagen sitzen Sie sicher. Kinderwagen, Rollstühle oder anderes schwere Gepäck findet im Transportwagen Platz. Auch heute noch sind es Dresdner Schüler, welche die Dienste bei der Pioniereisenbahn Dresden übernehmen. Ab der vierten Klasse können sich die Schüler bewerben. Ohne Ausbildung geht aber auch hier nichts. Nur wer die Personalprüfung besteht, darf bei der Pioniereisenbahn Dresden beim ehrenamtlichen Dienst antreten.

 

Parkeisenbahn DresdenEines der schönsten Erlebnisse dürfte die Lichterfahrt der Pioniereisenbahn Dresden sein. Der Große Garten wird mit bunten Lichtern beleuchtet, Sie können auf dem Carolassee zum Nachtgondeln starten oder eine Taschenlampenführung machen. Aber auch zu andere Veranstaltungen lädt die Parkeisenbahn Dresden ein. Im Dezember können Sie an zwei Wochenenden an der Adventsfahrt teilnehmen, über das ganze Jahr gibt es Themenführungen und Sie können die Pioniereisenbahn Dresden für Geburtstage und Hochzeiten buchen.

 

 

 

Bildquelle: Texterlounge

Ein Spaziergang durch den königlichen Großen Garten Dresden

Großer Garten DresdenMitten in Dresden zaubert der Große Garten mit einer Fläche von 1,8 km² eine grüne Oase in die Kunststadt. Einen Bummel durch den Großen Garten Dresden sollten Sie sich bei einem Besuch auf keinen Fall entgehen lassen. Auch wenn heute von einem Barockgarten nicht mehr viel zu erkennen ist, so sich die barocken Strukturen doch noch sichtbar.

Im Laufe seiner dreihundertjährigen Geschichte musste der Garten viele Veränderungen über sich ergehen lassen. Angelegt wurde er im Jahr 1676 auf Anweisung des Kurfürsten Johann Georg III. Seine volle Blüte entfaltete der Garten aber unter August dem Starken, welcher die Arbeiten im Großen Garten sehr stark vorantrieb. Es gab einen äußeren Bereich und einen Lustgarten. Der Garten wurde sowohl für höfische Feste als auch für die Fasanenjagd verwendet.

In den folgenden Jahren wurde der Garten ständig verändert. Nicht zuletzt aufgrund der Zerstörungen, die der Große Garten Dresden im Laufe der Jahre immer wieder erfahren musste. 1873 übernahm der junge Bouchés die Leitung des Gartens. Die zu seinem Dienstantritt sehr vernachlässigte Anlage erfuhr durch ihn eine neue Glanzzeit. Anliegende Grundstücke wurden dazugekauft und gaben dem Großen Garten Dresden seine heute rechteckige Form, der Palaisbereich wurde völlig neu gestaltet und die Infrastruktur konnte durch den Bau eines eigenen Wasserwerkes modernisiert werden.

Beim Luftangriff auf Dresden in der Nacht vom 13. auf den 14.Februar wurde der Große Garten schwer beschädigt. Alle Gebäude brannten aus. Das Palais verlor nicht nur sein Dach, sondern auch die gesamte Innenausstattung 170 Bombentrichter wurden im Großen Garten gezählt.

 

Heute warten einige Attraktionen im Großen Garten Dresden auf Sie

Bei einem Bummel durch den großen Garten können Sie heute viele Attraktionen bestaunen, die in der Nachkriegszeit bis heute neu restauriert wurden. Das Palais, das einst höfischen Festen diente und durch den Bombenangriff auf Dresden schwere Schäden hinnehmen musste, ist bis heute nicht vollständig wieder hergestellt. Im Erdgeschoss können Sie aber immer wieder wechselnde Ausstellungen bewundern. Rund um den Palaisteich standen einst acht Kavaliershäuser, von denen heute noch fünf erhalten sind. Zahlreiche Skulpturen im Park zeugen vom Glanz vergangener Zeiten. Der Carolasee lädt Sie heute zu einer Bootsfahrt ein und am westlichen Ufer können Sie in einem kleinen Biergarten eine kleine Pause einlegen. Der 1861 eröffnete Zoo gehört heute zu den viertältesten Zoos Deutschlands. Zahlreiche Wiesen laden zum Verweilen und zum Picknick ein. Eine Attraktion ist auch der Botanische Garten der TU Dresden. Hier können Sie etwa 10.000 verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt bewundern. Die „Junge Garde“, eine Freilichtbühne im neobarocken Stil, erinnert an ein Amphitheater und ist heute Bühne für viele Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art.

Um es gleich vorwegzunehmen, an einem Tag werden Sie den Großen Garten Dresden mit all seiner Pracht nicht erkunden. Nehmen Sie sich für einen Bummel Zeit.

In der kreisfreien Stadt Dresden unterwegs

DresdenDresden ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen und eine der sächsischen Kernstädte. In den Dresdner Elbtalweitungen gelegen, ist sie auch politisches Zentrum von Sachsen. Hier befinden sich der Verkehrsknotenpunkt und das wirtschaftliche Zentrum des gesamten Ballungsraumes Dresden. Urkundlich erwähnt wurde Dresden erstmalig 1206. Später entwickelte sich die Stadt zur kurfürstlichen und königlichen Residenz. Vor allem August der Starke hat einen großen Anteil an der Entwicklung der Stadt. Nicht ohne Grund trägt die Stadt den Beinamen Elbflorenz. Seine mediterrane und barocke Architektur und die wundervolle Lage am Fluss Elbe sind der Grund dafür.

Grünes Dresden lädt ein

Dresden hat Ihnen ganze 63% Grün- und Waldflächen zu bieten. Damit gehört es zu den „grünsten“ großen Städten Europas. Allein die Dresdner Heide nimmt eine Fläche von 5876 ha ein. Vier Naturschutzgebiete und zwölf Landschaftsschutzgebiete befinden sich im erweiterten Stadtgebiet von Dresden. Denkmalgeschützte Gärten, Parkanlagen und Alleen machen das grüne Bild perfekt. Der größte Park in Dresden ist der große Garten, der heute eine Fläche von 1,8 km² einnimmt. Sie müssen also in Dresden nicht auf Grün verzichten. Auf einer Strecke von 20 Kilometern ziehen sich die Natur- und Kulturräume der Elbwiesen durchs gesamte Stadtgebiet.

Sehenswertes in Dresden

Wohl kaum eine Stadt hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten wie Dresden. Zwinger, Hofkirche, Frauenkirche und die Semperoper sind nur einige davon. Allein entlang des Terrassenufers finden sich unzählige barocke Gebäude. International nimmt die Kunst- und Kulturstadt Dresden einen hohen Rang ein. Kostbare Kunstsammlungen, bedeutende Bauwerke und weltweit bekannte Bühnen ziehen jährlich viele Gäste nach Dresden. Museen und Galerien locken mit immer wieder neuen Ausstellungen und nicht nur die Semperoper empfängt jedes Jahr internationales Publikum. Besuchen Sie Dresden, sollten Sie viel Zeit für all die Schätze mitbringen, die Sie hier erleben können.

Wirtschaft in Dresden

Dresden ist aber nicht nur eine Kunststadt. Im Laufe der Zeit haben sich hier viele namhafte Unternehmen angesiedelt, gehört doch die Stadt auch wirtschaftlich zu den stärksten Zentren Deutschlands. Volkswagen ist hier mit der „Gläserne Manufaktur“ vertreten und nur ein Unternehmen von vielen. Die Mikroelektronik war schon zu Ostzeiten hier angesiedelt. Und auch die Pharmazie, der Maschinen- und Anlagenbau und die Nanotechnologie haben in der Stadt einen Platz.