Leipziger Weihnachtsmarkt – ein Markt mit Tradition

Leipziger WeihnachtsmarktDer Leipziger Weihnachtsmarkt gehört zu den größten in Deutschland. Jährlich findet er auf dem Marktplatz und den angrenzenden Gassen statt. Über 250 Ständen locken jedes Jahr über 2 Millionen Besucher an. Weihnachtsmarkt-Junkies sollten den Markt unbedingt gesehen haben. Bei einem Tässchen Glühwein und vielen Leckereien können Sie hier die Adventszeit einläuten.

 

 

 

Der Leipziger Weihnachtsmarkt gehört zu den Ältesten in Deutschland

Über 500 Jahre gibt es den Leipziger Weihnachtsmarkt schon. Im Jahre 1458 soll der Kurfürst Friedrich Markgraf zu Meissen und Herzog zu Sachsen den Markt öffentlich ausgeschrieben haben. Damit gehört der weihnachtliche Markt zu Leipzig neben Dresden und Bautzen zu den ältesten Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland. Zum ersten Mal erwähnt wurde der Markt im „Leipzigschen Geschichtsbuch“ im Jahre 1714 von Johann Jacob Vogel.

 

Jährlich findet eine Eröffnung mit Tradition statt

Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt in Leipzig jedes Jahr durch den Thomanerchor. Das Zentrum des Leipziger Weihnachtsmarktes bildet der Markt. Vor historischer Kulisse finden Sie hier zahlreiche Stände, die originalgetreu geschmückt sind. Die 20 Meter hohe Fichte, die mit vielen Lichtern geschmückt ist, bildet den Mittelpunkt. Auf der Marktbühne können Sie sich an zahlreichen weihnachtlichen Darbietungen erfreuen.

Möchten Sie einen Überblick über den Leipziger Weihnachtsmarkt, sollten Sie unbedingt das 38 Meter hohe Riesenrad auf dem Augustusplatz besteigen und aus luftiger Höhe auf das bunter treiben schauen. Kinder können bei der Weihnachtsmannsprechstunde schon mal ihre Wünsche los werden. Ob die auch in Erfüllungen gehen? Mal sehen, denn etwas Weihnachtsspannung muss sein. Schließlich gehören Heimlichkeiten zur Adventszeit. Kinder sind auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt die Haupthelden. Ein Märchenwald, die Wichtelwerkstatt und vieles mehr lassen die Augen der Kinder leuchten.

Leipziger Weihnachtsmarkt

Doch auch als Erwachsener finden Sie hier unzählige Attraktionen, die Ihnen die Zeit bis zum fest versüßen. Dabei kommt natürlich auch die handwerkliche Kunst der Leipziger und der umliegenden Handwerker nicht zu kurz. Schließlich ist das Erzgebirge nicht weit. Auf dem historischen Teil des Marktes, dem „Alt Leipzig“, können Sie Handwerkskunst und -tradition erleben.

Für die „großen“ Kinder ist die Ausstellung des Modelleisenbahnvereins das Highlight auf dem Markt. Da könnte schon mancher Mann schwach werden. Feuerzangenbowle, Glühwein, Pulsnitzer Lebkuchen und vieles mehr sorgen für das leibliche Wohl. Das gehört schließlich zum Fest dazu. Wer an eine Diät denkt, ist hier falsch.

Wenn Sie den Leipziger Weihnachtsmarkt besuchen, sollten Sie die Posaunenbläser nicht verpassen. Die lassen nämlich Montag bis Donnerstag 18 Uhr, Freitag 18:30 Uhr und Samstag und Sonntag 13 Uhr und 19 Uhr ihr Horn erklingen. Den berühmten Thomanerchor erleben Sie nicht nur zur Eröffnung, sondern auch bei verschiedenen Konzerten in der Thomaskirche.

Also wenn Sie noch nicht wissen, welchen Weihnachtsmarkt in Sachsen Sie besuchen sollen, der Leipziger Weihnachtsmarkt sollte unbedingt auf Ihrem Programm stehen.

 

Bildquelle: Thomas Wagner

 

 

Wer hat den Kaffeefilter erfunden? Natürlich die Sachsen.

KaffeefilterWir schreiben das Jahr 1908, als die Hausfrau Melitta Bentz sich einen ihrer viel geliebten Kaffees während der Hausarbeit gönnt. Doch als der Kaffee zur Neige geht, verzieht sie angewidert das Gesicht. Sie hatten den ganzen Mund voller Kaffeesatz – einfach nur eklig. Das musste jetzt ein Ende haben.

Kaffee kochen ging um die Jahrhundertwende etwas anders vor sich. Das Kaffeepulver wurde ins Wasser geworfen, das ganze aufgekocht und anschließend durch ein Sieb geschüttet. Klar, dass dabei so manches Kaffeekorn sich seinen Weg durch das Sieb bahnte und in der Kaffeetasse landete. Oder man schüttete den Kaffeesud durch einen muffigen Stoffbeutel, der vielleicht etwas besser filterte, aber dafür den Geschmack beeinflusste. Hin wie her, wer Kaffee trinken wollte, musste sich mit dem Kaffeesatz abfinden.

 

 

Die Erfindung des Kaffeefilters

Diesmal hatte Frau Melitta Bentz aber die Nase voll. Sie wollte endlich ordentlichen Kaffee trinken. Und so wühlte sie im Schulranzen ihres Sohnes und holte ein Löschpapier hervor. Sie schnitt einen kleinen Kreis aus dem Löschpapier. In den Boden einer sauberen Blechdose schlug sie mit Hammer und Nägel viele kleine Löcher. Den Kreis aus Löschpapier legte sie auf den Boden und setzte die Konstruktion auf eine Kaffeekanne. Der Kaffee kam in den gebastelten Filter, auf den sie Wasser kippte. Der erste Kaffeefilter war geboren und endlich gab es auch Kaffee ohne Satz. Die Idee fand schnell auch im Freundeskreis Anklang. Und so entschied sich die gewitzte Hausfrau, die Erfindung zu vermarkten. Am 08.Juli 1908 erteilte das kaiserliche Patentamt den Gebrauchsmusterschutz. Am 15. Dezember 1908 wurde mit einem Startkapital von 73 Pfennig das Unternehmen M. Bentz, Marschallstraße 31 ins Handelsregister eingetragen. Der Firmensitz war vorerst ein Zimmer von 40 m² in der Bentzschen Wohnung.

 

Frau Melitta Bentz – eine Sächsin mit Witz

KaffeefilterAm 31.Januar 1873 in Dresden geboren war Frau Bentz vor allem Hausfrau. Viel ist über die erfinderische Dame leider nicht bekannt. Doch ihr Geschäft wusste Frau Bentz zu leiten. Im Jahre 1909 stellte die Dame ihren Kaffeefilter auf der Leipziger Messe aus. Ganze 1200 Filtriergeräte wurden verkauft. Aus der Dresdnerin Melitta Bentz wurde in nur wenigen Wochen eine anerkannte Unternehmerin und Erfinderin. Die ersten Filter wurden in Handarbeit hergestellt. Nebenbei forscht Frau Melitta Bentz immer noch weiter, denn das anfangs benutzte Löschpapier war nicht ideal. 1919 gab es zu den Filtern aus Aluminium auch die ersten Filter aus Porzellan. Über 100.000 Filter hatte das Unternehmen bis Mitte der 1920er Jahre produziert. Ab 1925 wurde die Packung in der noch heute typischen rot-grünen Kombination gestaltet, um sich vor Nachahmern zu schützen.

1927 waren die Betriebsstätten in Dresden viel zu klein geworden. Die Suche nach einer neuen Bleibe gestaltete sich schwierig und so siedelte das Unternehmen nach Minden Westfalen um.

Der Fürstenzug in Dresden

Auf der Augustusstraße, zwischen dem Johanneum auf der einen Seite und dem Georgentor auf der anderen Seite, befindet sich der Fürstenzug zu Dresden. Entlang der langen Wand stolziert ein prächtiger Zug edler Fürsten. Der Fürstenzug gehört neben dem Zwinger, dem Goldenen Reiter, der Semperoper und der Frauenkirche zu den fünf bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Dresdens.

Fürstenzug Dresden

Der Schandfleck im Dresdner Schlossareal

Der sächsische Minister Friedrich Ferdinand Graf von Beust stellte im Jahr 1861 fest, dass die Lange Wand am Stallhof Dresden kein Anblick ist, den man länger ertragen konnte. Obwohl die Wand bereits 1589 bemalt wurde, hatte sie ihre schönsten Zeiten hinter sich. Die Malereien aus Kalkfarben waren verwittert. Grau und hässlich vegetierte die Wand vor sich hin und war bei einem Gang vom Georgentor zur Frauenkirche nun wahrlich kein schöner Anblick. Die Wand war der Schandfleck des gesamten Schlossareals. Doch drei weitere Jahre mussten ins Land gehen, ehe die Pläne von Wilhelm Walther, einem Historienmaler, zur Gestaltung der Wand Aufsehen erregten. Walther war ein Hungerleider, der zahlreiche Mäuler zu stopfen hatte. Seine Pläne dürften kaum eine Chance gehabt haben, wenn – ja, wenn nicht der Hofbaumeister Krüger ganz ähnliche Pläne zur „historisch-allegorischen Darstellung zur sächsischen Geschichte“ vorgelegt hätte. Nun entschied sich der Akademische Rat für die Vorlagen Walthers, der einen Festzug der sächsischen Regenten vorgeschlagen hatte.

Es interessiert natürlich niemanden, dass Wilhelm Walther keine Ahnung hatte, wie der erste Markgraf aussah. Die Fürsten erhielten Attribute ihrer Zeit. Umhänge, Schwerter, Hüte und vieles mehr zeigten, wer da dargestellt wurde. Der Künstler lies Herzöge, Kurfürsten, die Wettiner und Könige durch die sächsische Geschichte reiten. Lange Zeit arbeitete Walther ohne Entlohnung, denn schon damals war man der Ansicht, Künstler leben von Luft und Liebe. Erst 1870 kam es zur Vertragsunterzeichnung. Walther erhielt Lob und Ehrung.

 

Der Fürstenzug zu Dresden entsteht

Fürstenzug DresdenWalther gestaltete den Zug in einer Sgraffitotechnik, welche bereits die Künstler der Renaissance wählten. Zwischen 1872 und 1876 entstand das Meisterwerk in der Putzkratztechnik an der langen Wand. Das Meisterwerk wurde aus dem staatlichen Kunstfonds bezahlt und kostete 62.288 Mark.

Allerdings war der Fries nicht sehr witterungsbeständig. Bereits zur Jahrhundertwende zeigte er erste Schäden und so wurden das Bild neu mit Keramikfliesen aus der Meißner Porzellanmanufaktur gestaltet, welche fugenlos verlegt wurden. Auf einer Länge 101,9 m und einer Höhe von 10,51 m entstand der Fürstenzug neu aus 25.000 Keramikfliesen. Jede Fliese hat ein Maß von 20,5 x 20,5 cm.

 

Vom Kürfürsten bis zum Handwerker

Der Fries beginnt mit dem Spruch: „Ein Fürstenstamm dess Heldenlauf reicht bis zu unsern Tagen, in grauer Vorzeit ging er auf mit unseres Volkes Sagen.“ 94 Personen stellt der Fürstenzug zu Dresden dar. Neben 35 Herzögen, Markgrafen, Kurfürsten und Königen aus Sachsen sind darauf auch 59 Künstler, Wissenschaftler, Soldaten, Kinder, Handwerker und Bauern zu finden. Außerdem gibt es zahlreiche Pferde sowie zwei Windhunde. Die Regenten sind in der Reihenfolge, in der sie regierten angeordnet und mit Namen und Regierungszeit v ersehen. Lediglich Heinrich I. von Eilenburg und Friedrich August III., der letzte König, fehlen. Auch der Maler selber hat sich auf dem Bild verewigt. Die einzig weibliche Figur des Fürstenzuges ist übrigens ein kleines Mädchen inmitten der Kindergruppe. Der Fürstenzug endet mit den Worten: „Du alter Stamm, sei stets erneut in edler Fürsten Reihe; wie alle Zeit Dein Volk Dir weiht die alte deutsche Treue.“

Angeführt wird der Fürstenzug von einem Herold, Bannerträgern und Spielleuten. In der Schlussgruppe finden sich namhafte Personen wie der Student Herr von Erdmannsdorf, der Architekt Georg Hermann Nicolai, die Maler Peschel und Hübner sowie Ludwig Richter, die Bildhauer Johannes Schilling und Ernst Julius Hähnel, der Geheimrat Wiesner oder der Maurer Kern. Im unteren Rand des Frieses befinden sich Wappen verschiedener Ämter und Herrschaften.

 

Die Restaurierung des Fürstenzug Dresden

Fürstenzug DresdenObwohl das Umfeld des Fürstenzuges in der Bombennacht des 13. Februars 1945 fast völlig zerstört wurde, nahm das Bild selber nur einen sehr geringen Schaden. Schäden traten vor allem im Bereich der Fenster auf. 1978 wurden die Schäden und die Verschmutzungen, die der Fries während der Jahre erhalten hatte, beseitigt. Etwa 450 Fliesen, die zum Teil beschädigt waren, wurden ausgetauscht und 223 Fliesen, die nach altem Rezept neu hergestellt wurden, ergänzt.

 

 

Die Regenten auf dem Fürstenzug zu Dresden

  • Konrad der Große (1127–1156)
  • Otto der Reiche (1156–1190)
  • Albrecht der Stolze (1190–1195)
  • Dietrich der Bedrängte (1195–1221)
  • Heinrich der Erlauchte (1221–1288)
  • Albrecht der Entartete (1288–1307)
  • Friedrich der Gebissene (1307–1324)
  • Friedrich der Ernsthafte (1324–1349)
  • Friedrich der Strenge (1349–1381)
  • Friedrich der Streitbare (1381–1428)
  • Ernst (1464–1486)
  • Friedrich der Sanftmütige (1428–1464)
  • Albrecht der Beherzte (1486–1500)
  • Friedrich der Weise (1486–1525)
  • Johann der Beständige (1525–1532)
  • Johann Friedrich der Großmütige (1532–1547)
  • Georg der Bärtige (1500–1539)
  • Heinrich der Fromme (1539–1541)
  • Moritz (1547–1553)
  • August (1553–1586)
  • Christian I. (1586–1591)
  • Christian II. (1591–1611)
  • Johann Georg I. (1611–1656)
  • Johann Georg II. (1656–1680)
  • Johann Georg III. (1680–1691)
  • Johann Georg IV. (1691–1694)
  • August II. (August der Starke, 1694–1733)
  • August III. (1733–1763)
  • Friedrich Christian (1763)
  • Friedrich August der Gerechte (1763–1827)
  • Anton der Gütige (1827–1836)
  • Friedrich August II. (1836–1854)
  • Johann (1854–1873)
  • Albert (1873–1902)
  • Georg (1902–1904)

 

Rabenstein: Erholung für die Chemnitzer und ihre Gäste

Burg RabensteinChemnitz hat immer noch den Ruf des hässlichen Entleins unter den sächsischen Großstädten. Dabei gibt es auch hier viele schöne Ecken zu entdecken. Beispielsweise den Stadtteil Rabenstein, eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Chemnitzer und ihrer Gäste. So ist es fast schon schwierig, an Wochenenden oder Feiertagen bei schönem Wetter einen Parkplatz zu finden. Rabenstein liegt im Westen der Stadt im Landschaftsschutzgebiet „Rabensteiner Wald“. Über die A72 bzw. die A4 (Abfahrt Limbach-Oberfrohna/Chemnitz-Rabenstein) oder aus der Innenstadt heraus mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Stadtteil gut erreichbar.

Erstmalige Erwähnung fand der Ort im 12. Jahrhundert als „Herrschaft Rabenstein“. In dieser Zeit wurde auch die Burg errichtet. Im Laufe der Zeit bildeten sich die beiden Ortsteile Ober- und Niederrabenstein heraus. Während Oberrabenstein eher dörflich blieb, entwickelte sich im 19. Jahrhundert in Niederrabenstein Industrie. Strickhandschuhe und Strumpfwaren wurden hier hergestellt. Außerdem gab es eine Brauerei und eine Branntweinbrennerei. 1950 wurde Rabenstein von Chemnitz eingemeindet.

 

Natur und Historisches

Die bereits erwähnte Burg ist so etwas wie der Mittelpunkt des heutigen Naherholungsgebiets Rabenstein. Sie ist die kleinste mittelalterliche Burg Sachsens. Heute bietet das Objekt Veranstaltungen und wechselnde Ausstellungen. In der Unterburg ist Platz für Familienfeiern in historischer Umgebung.

Gleich neben der Burg befindet sich das von Johann Georg Siebert erbaute barocke Schloss. Aufwendig renoviert beherbergt es ein Integrationshotel und ist bekannt für sein Restaurant mit hervorragender Küche.

Naturhistorische Entdeckungen können in den Felsendomen Rabenstein gemacht werden. Im sanierten Schaubergwerk sind die hier relativ kleinen Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen. Wer sich traut, ist herzlich zum Höhlentauchen eingeladen. Aber auch trauen lassen kann man sich hier. Ein wahrlich ungewöhnlicher und unvergesslicher Ort für eine Hochzeit!

 

Wandern, Sport und Ausspannen

Schloss RabensteinNatürlich lädt der „Rabensteiner Wald“ zu einer kleinen Wanderung oder Radtour ein. Entlang einer ehemaligen Bahnstrecke führt ein Panoramawanderweg mit tollen Ausblicken über Chemnitz und das Erzgebirge. Dieser Weg führt über eine der ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands. Das unter Denkmalschutz stehende Viadukt ist 150 Meter lang und 23 Meter hoch. Der letzte Zug fuhr hier bereits 1950.

Wer es lieber tierisch mag, besucht den Tierpark, der im Volksmund „Pelzmühle“ heißt. Hier hat man sich auf vom Aussterben bedrohte Tierarten spezialisiert. Direkt nebenan ist der beliebte Pelzmühlenteich. An dessen Ufer ist in und an einem modernen Ausflugsrestaurant für das leibliche Wohl der zahlreichen Ausflügler gesorgt.

Eine Mischung aus Action und Entspannung bietet der Stausee Oberrabenstein, volkstümlich die „Badewanne der Chemnitzer“ genannt. Auf einer Wasserfläche von ca. 6,5 Hektar wird geschwommen, gerudert oder mit einem Wassertreter gegondelt. Ein Highlight ist die 84 Meter lange Rutsche. Volleyballplätze oder Tischtennisplatten sind für Sportbegeisterte vorhanden. Sonnenanbeter legen sich einfach entspannt an den 400 Meter langen Strand. Wer länger bleiben möchte, kann sich auf dem nicht weit entfernten Campingplatz „häuslich“ einrichten.

Viel Spaß in Chemnitz-Rabenstein!

Der Meißner Dom – ein architektonisches Gesamtkonzept aus verschiedenen Epochen

Meißner DomEng an die Meißner Albrechtsburg geschmiegt, hoch oben auf dem Burgberg, steht der Dom zu Meißen. Eigentlich ist der Dom ein grandioses Beispiel hochgotischer Baukunst. Wer genauer hinschaut, wird aber zahlreiche Stilbrüche und Veränderungen feststellen. Der Bau des Doms begann im Jahre 1250 und wurde über acht Jahrhunderte fortgeführt. In jedem Zeitalter wurde neue Details hinzugefügt oder alte Gestaltungen verändert. Trotzdem gehört der Meißner Dom zu den stilreinsten gotischen Domen in Deutschland.

 

Der Meißner Dom im Wandel der Zeit

Bereits um 968 stand hier eine Burgkapelle. Wahrscheinlich war diese aus Holz. Im frühen 11. Jahrhundert wurde die erste Kirche aus Stein errichtet. Die Grundmauern der Vorgänger des Meißner Doms sollen sich noch heute unter dem Fußboden befinden. Um 1130 ließ Bischof Godebold einen Dom im romanischen Stil errichten. Vier Türme sollen die Basilika geschmückt haben und einen imposanten Anblick geboten haben. Doch mit der Besiedlung des Landes musste auch eine Kirche her, welche die Vorgängerin an Größe übertreffen sollte.

Der eigentlichen Bau des heutigen Doms begann um 1260. Der Dom wurde im Stil einer gotischen Hallenkirche errichtet. Bereits acht Jahre später waren der Kreuzgang und der Chor fertiggestellt. Bis zum Jahre 1297 entstanden die Johanneskapelle, die Maria-Magdalena-Kapelle und der Kapitelsaal. Doch erst 1410 wurde das Langhaus vollendet. 1413 wurden die beiden provisorischen Glockentürme aus Holz, an denen man seit 1315 baute, und die Westfront bei einem schweren Sturm durch einen Blitzschlag zerstört. Viele Jahre zierte den Dom nur der „Höckrige Turm“. Erst um 1903 begann man mit dem Aufbau der heutigen Türme. Die mit 81 Metern hoch über Meißen thronen.

 

Die einzigartige Ausstattung macht den Meißner Dom berühmt

Meißner Dom

Der Meißner Dom vor dem Ausbau.

Der Meißner Dom verfügt über die wertvollste und reichste Ausstattung sächsischer Kirchen. Dazu gehören die im Jahre 1260 geschaffenen Stifter- und Patronatsfiguren in Überlebensgröße. Sie stammen aus der Naumburger Dombauwerkstatt. An der Nordwand des Chors sind Kaiser Otto I. und seine Gemahlin Adelheid von Burgund zu sehen. Sie gründeten das Bistum Meißen. Auch die Bildnisse des heiligen Donatus von Arezzo, Johannes des Täufers, des Evangelisten Johannes, Maria mit Kind und des Diakons Stephanus sind von großer Bedeutung.

Die Altarleuchter und das Kruzifix schuf der berühmte Meißner Porzellangestalter Johann Joachim Kändler aus feinstem Meißner Porzellan. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt Meißen wurde von Otto Schilling, einem Glockengießer aus Apolda, die Johannesglocke gegossen. Den Entwurf dafür gestaltete der damalige Leiter der Porzellanmanufaktor Emil Börner. Die Glocke bringt bei einem Durchmesser von 220 Zentimetern 7820 kg auf die Waage. Sie ist eine der figurenreichsten Glocken der Welt. Auf der Glocke werden Szenen aus dem Jüngsten Gericht, der Offenbarung und Christus als Weltenrichter dargestellt.

 

Der Meißner Dom heute

Den Meißner Dom können Sie natürlich zu den Öffnungszeiten besichtigen. Steigen Sie unbedingt die zahlreichen Stufen in den Domtürmen hinauf. Von hier haben Sie einen fantastischen Blick über das Land. Neben kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdiensten finden im Meißner Dom auch zahlreiche musikalische Veranstaltungen statt. Auf Wunsch können Sie auch an einer der zahlreichen Führungen durch ein Stück Meißner Geschichte und einen wundervollen Dom teilnehmen.

Sächsische Birnenbombe – eine süße Leckerei vom königlichen Hof

Sächsische BirnenbombeSächsische Birnenbombe ist ein uraltes Rezept. Um genauer zu sein, ein Hofrezept. Genau – diese Leckerei wurde am Hofe serviert. Und mal ganz ehrlich, was für Könige und Fürsten gut war, kann für uns nicht schlecht sein. Sie sollten das Rezept unbedingt mal versuchen. Vielleicht überraschen Sie besondere Freunde mal bei nächster Gelegenheit mit dem Rezept. Oder Sie suchen noch das i-Tüpfelchen für die Hochzeit oder den großen Geburtstag. Dann ist die sächsische Birnenbombe genau passend. Aber Vorsicht – die Leckerei wird mit Alkohol zubereitet und ist deshalb nichts für Kinder.

 

Für 12 Personen benötigen Sie:

Für die Birnenbombe:

  • 500 g reife Birnen mit einem reichen Aroma;
  • 250 g Lompenzucker (gepresster, brauner Rohrzucker);
  • ¼ Liter Wasser;
  • Saft einer Zitrone;
  • 4 Eiweiß

Für das dazugehörige Gebäck:

  • 100 g Zucker;
  • 80 g Mehl;
  • 20 g Kartoffelmehl;
  • 4 Eigelb;
  • 6 geschlagene Eiweiß;
  • abgeriebene Schale einer Drittel Zitrone;
  • 4 Eßl. Aprikosenmarmelade
  • Eiweiß-Zucker-Glasur mit Cordial-Medoc

Und so geht die Zubereitung:

Sächsische BirnenbombeDie 500 g Birnen waschen, schälen und vierteln. Samt Schalen in eine Kasserolle tun. Die Schalen sollten Sie so legen, dass Sie diese später vor dem Passieren herausnehmen können. Sie sollten Sie aber unbedingt mitkochen, da das Aroma der Birne in der Schale sitzt. Nun geben Sie die 250 g Lompenzucker dazu und füllen mit dem ¼ Liter Wasser auf. Zugedeckt lassen Sie nun die Birnen langsam weich kochen. Anschließend passieren Sie die Birnen ohne die Schalen durch ein Suppensieb. Der Grieß, der das Kernhaus umschließt, soll nicht mit in die passierten Birnen. Sollten zu viel Flüssigkeit vorhanden sein, lassen Sie den Saft einfach noch etwas einkochen. Nach dem Erkalten geben Sie den Saft der Zitrone dazu. Anschließend ziehen Sie 4 geschlagene Eiweiß darunter und geben alles in eine Bombenform. Nun kommt alles für etwa 2,5 Stunden ins Eisfach. Die Birnenmasse sollte aber nicht zu stark gefroren sein. Anschließen wird alles gestürzt und mit dem nachfolgenden Gebäck umlegt.

Für das Gebäck bereiten Sie aus 100 g Zucker, 80 g Mehl, 20 g Kartoffelmehl, 4 Eigelb, 6 geschlagene Eiweiß und dem Abgeriebenen von einer Drittel Zitrone ein Biskuit. Auf einem gebutterten Blech wird der Teig dünn aufgestrichen und im Ofen schnell gebacken. Nach dem Backen rollen Sie mit einem Rollholz leicht darüber, um Blasen zu entfernen. Bestreichen Sie den Biskiut mit der Aprikosenmarmelade, rollen Sie alles zusammen und scheiden Sie Scheiben. Belegen Sie die Scheiben mit in Zucker gekochten und mit Cordial-Medoc gewürzten Birnenvierteln und richten Sie die Biskuitscheiben um die Birnenbombe an. Sofort servieren. Guten Appetit.

Übrigens, wenn Sie keine Bombenform zu kaufen bekommen, können Sie auch ein Küchensieb mit Alufolie auslegen und dieses verwenden.

 

Bildquelle: ©ariane gramelspacher

„WellSachs“ – Wellness Verführung in Sachsen

Wellness in Sachsen Wo können Sie 1000-jährige Kulturgeschichte und Wellness verbinden? Natürlich in Sachsen. In Sachsen finden 1000 Jahre Kulturgeschichte, eine reizvolle Landschaft und Wellness perfekt zueinander. Umgeben von herrlicher Natur in den Regionen Vogtland und Erzgebirge, im Sächsischen Burgen- und Heideland, in der Sächsischen Schweiz und im Sächsischen Elbland, und natürlich die wunderschöne Region Oberlausitz nicht zu vergessen, fällt es nicht schwer wohltuende Momente und aktive Entspannung zu genießen. Die Wellnessangebote in Sachsen sind mindestens genauso abwechslungsreich wie das kulturelle Angebot, die Möglichkeiten der abwechslungsreichen Freizeitgestaltung und die größeren Städte des Bundeslandes Sachsen. Ob als Pärchen, mit der besten Freundin oder der Mutter, Alleinreisend oder mit der ganzen Familie – in Sachsen finden Sie das perfekte Wellness Arrangement.

 

Wellness neben der Überholspur

Leben auf der Überholspur, wer kennt das nicht? Jeder Tag könnte mindestens 48 Stunden habe und selbst diese Zeit würde oftmals nicht reichen, um alle Aufgaben bewältigen zu können. Gönnen Sie sich doch mal ein paar Tage Wellness neben der Überholspur. Lassen Sie Zeitnot und Hektik zuhause und lassen Sie sich in Sachsen mal richtig verwöhnen. Es warten malerische kleine Städte im traditionellen Erzgebirge, wie zum Beispiel Oberwiesenthal oder das anmutige Städtchen Bertsdorf-Hörnitz in der Lausitz. Wellness Arrangements für Verliebte, gemeinsam Anwendungen genießen, sich endlich mal wieder in Ruhe unterhalten können und spüren wie schön Romantik sein kann. Vielleicht haben Sie auch Lust das Fahrradfahren neu zu entdecken. Mit dem E-Bike durch den Naturpark Erzgebirge. Leise summt der Motor des E-Bikes und Sie können tief durchatmen und ganz entspannt das Erzgebirge entdecken. Auf den zahlreichen Rad- und Wanderwegen finden sich ungezählte Möglichkeiten für einen aktiven, aber dennoch vollkommen stressfreien Wellnessurlaub.

 

Winter Wellness – Sachsen im Schnee

Wellness in SachsenDie Wellnessangebote in Sachsen sind natürlich nicht nur im Sommer wunderschön. Wenn Regionen Sachsens im Winter tief verschneit liegen, zeigt sich Sachsen in seinem winterlichen Kleid. Dann lassen sich Wellness und Winter perfekt miteinander kombinieren. Nach den wohltuenden Anwendungen geht es raus in den Schnee. Schneeschuhwanderungen, Skilaufen oder Rodeln, die 36km lange Kammloipe und zahlreiche präparierte Pisten sind die perfekte Umgebung für Winterurlauber. Neben den wunderbaren Wellnessangeboten der Hotels in Sachsen, bietet das Bundesland zahlreiche, ganz natürliche Wellness Möglichkeiten. Heilendes Wasser und Moore, traditionsreiche Bäderorte wie Bad Elster, Bad Brambach und Bad Schandau haben sich perfekt auf einen Gesundheits- und Wellnessurlaub eingestellt.

 

Wellnessangebote aus Sachsen für Sachsen

Das Team von wellnesshotel24 hat seinen Firmensitz in Dresden. Das sind Wellnessangebote aus Sachsen für Sachsen. Die Angebote in Sachsen von wellnesshotel24 bieten Wellnessreisen in die schönsten Regionen Sachsens. Alle genannten Möglichkeiten können über die deutschsprachige Buchungsplattform ganz einfach online gebucht werden. Aber natürlich bietet wellnesshotel24 nicht nur wunderbare Angebote für das Bundesland Sachsen. Hier finden sich Wellnessreisen für ganz Deutschland, Österreich, die Schweiz, Tschechien und weitere Länder. Das Team hält regen Kontakt zu hunderten Wellnesshotels und ist täglich auf der Suche nach neuen, attraktiven und exklusiven Angeboten. Und wann buchen Sie Ihr ganz persönliches „WellSachs“ Angebot?

Hochwasser Dresden 2013 – Land unter

Hochwasser Dresden 2013Es kam schneller zurück, als alle dachten. 2002 hat wohl noch niemand daran geglaubt, dass sich das Szenario so schnell wiederholt. Statistisch gesehen hatten wir in diesem Jahr keinen Rekordpegel beim Hochwasser in Dresden zu verzeichnen. Das allerdings dürfte für die vielen Betroffenen in und um Dresden kein Trost sein. Und natürlich hat das Hochwasser in Sachsen nicht nur Dresden erwischt. Pirna, Bad Schandau, Meißen, Riesa, Görlitz, Wurzen, Grimma, Leipzig und viele andere Städte, Dörfer und Gemeinden hat die Flut überrascht.

 

Katastrophenalarm für Dresden ausgerufen

Am Montagmorgen, den 03.06. 2013, ruft Dresden den Katastrophenalarm für viele Dresdner Stadtbezirke aus. Die Elbe und viele kleine Nebenflüsse hatten zu diesem Zeitpunkt schon die elbaufwärts gelegenen Städte und Dörfer fest im Griff. Am Morgen hatte die Elbe in Dresden einen Stand von 6,50 Meter erreicht. Am Nachmittag war sie bereits bei 6,70 Meter. Tendenz steigend. Ufernahe Straßen wurden gesperrt, das Terrassenufer steht unter Wasser und die Flutschutztore am Heinz-Steyer-Stadion und der Messe wurden geschlossen. Viele Straßen sind überspült und die Warnstufe 4 wird ausgerufen. Die Menschen bangen.

Elbe, Weißeritz und andere Flüsse werden zu reißenden Strömen

In vielen Teilen des Oberen Elbtals werden Evakuierungen vorbereitet und in den nächsten Stunden und Tagen durchgeführt. Tausende Menschen müssen ihr Hab und Gut im Stich lassen. Viele davon hatten bereits 2002 alles verloren. Das Hochwasser Dresden 2013 nimmt ihnen erneut ihre Besitztümer. Keller laufen voll, in Ladengeschäfte dringt Wasser ein, mancher Orts verschwinden ganze Häuser unter den Fluten. Auch wenn die Menschen dies Mal besser darauf vorbereitet sind, alles können sie nicht retten.

 

Unvergleichliche Solidarität beim Hochwasser Dresden 2013

Unglaublich ist die Solidarität. Wo Hilfe benötigt wird, packen Tausende Menschen an. Kurzerhand wird sich in den sozialen Netzwerken organisiert. Aus virtuellen Freunden werden Kämpfer gegen das Hochwasser. Aber auch außerhalb des Internets melden sich viele Helfer in den Städten, Dörfern und Gemeinden spontan. Auch wenn die Pegelstände des Hochwasser Dresden 2013 nicht die Höchsten waren, in die Geschichte werden sie auf jeden Fall eingehen. Aber historisch wird auch die Qualität der Vernetzung, die sicher so manchem Menschen geholfen und so manches Gebäude gerettet hat. Tausende Menschen verteidigen ihre Stadt und ihr Dorf.

Bei 8,79 Meter bleibt am Donnerstag den 06.06.2013 das Wasser in Dresden stehen. Etwa 4300 Kubikmeter Wasser wälzen sich zu dieser Zeit jede Sekunde durch das schon lange übergelaufene Flussbett. Der Stand von 2002 wurde nicht erreicht. Trotzdem dürfte die Höhe der Schäden sich an denen von 2002 orientieren. Während viele Schäden in den nächsten Monaten und Jahren sicher durch Steuergelder behoben werden, bleiben viele Menschen vor einem Scherbenhaufen sitzen. Die Soforthilfe für Hochwasseropfer ist dabei wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Manche Menschen haben alles verloren, was sie hatten. Was ihnen bleibt, ist NICHTS.

Doch nicht nur in den Städten haben Menschen alles verloren. Vor allem die Bauern stehen vor dem Existenz-Aus. Felder und Weiden wurden überschwemmt. Erdbeeren, Mais, Katoffeln und viele andere Früchte gingen gnadenlos in den Wassermassen unter. Vorräte an Stroh und Heu für die Tiere wurden vernichtet. Und auch die geplante Heu- und Strohernte fällt aus. Die Betroffenen liegen nicht nur im Einzugsgebiet der Elbe, sondern auch an vielen kleinen Bächen und Flüssen. Teilweise wurden ganze Stallanlagen vernichtet.

Tragen wir die Solidarität, die beim Kampf gegen das Wasser unvergleichlich war, weiter. Im folgenden Video sehen Sie Bilder der Katastrophe. Alle Werbeeinnahmen, die mit dem Video erzielt werden, gehen an die Hochwasseropfer. Laden Sie viele Menschen zu dem Video ein. Aber auch Sie können spenden. Jeder Cent zählt. Das Spendenkonto der Stadt Dresden erreichen Sie unter:

 

Spendenkonto der Stadt Dresden:
Empfänger: Landeshauptstadt Dresden
Konto: 3120 000 034
Bank: Ostsächsische Sparkasse Dresden
BLZ: 850 503 00
Verwendungszweck: Hochwasserspende für ……

Internationale Konto-Nummer:
IBAN DE 23 850 503 00 3120 0000 34
BIC OSD DD E 81

Viele Städte haben ein eigenes Spendenkonto. Gern veröffentlichen wir auch diese Bankverbindungen.

Video:

Luftaufnahmen:
3D Luftbildservice
http://www.3d-luftbildservice.de/

Film und Musik:
Niklas Drude

Bildquelle:

http://www.lensviews.de/

Kurort Rathen – die Gemeinde am Fuße der Bastei

In malerischer Kulisse im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegt der Kurort Rathen. Gerade mal 35 Kilometer von Dresden entfernt liegt die Gemeine unterhalb einer fantastischen Felskulisse. Der Kurort Rathen ist die flächen- und einwohnerkleinste Gemeinde des Freistaates Sachsen. Rathen wird durch die Elbe in Oberrathen und Niederrathen getrennt. Gerade mal 400 Einwohner zählt jeder Ortsteil. Trotzdem ist der Kurort Rathen weit bekannt.

Kurort Rathen

Die sagenumwobene Geschichte von Rathen

Wahrscheinlich entstand der Rathen gemeinsam mit den Burgen Neurathen und Altrathen. Die Felsenburg Neurathen befindet sich weit oben über der Elbe im Basteifelsen. Burg Altrathen befindet sich auf einem Felsen nahe der Gemeinde. Beide Burgen waren einst Raubritterburgen. Zu Fuße der Burgen entstanden Siedlungen. Die Menschen hier verdienten ihre Penunsen vor allem mir Waldarbeit, der Elbschifffahrt und dem Steinbrechen.

Was die Wenigsten wissen, während der Zeit des Nationalsozialismus gab es in Rathen ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Es trug den Tarnnamen „SchwalbeII“.

Seit 1935 trägt die Gemeinde den Beinamen Kurort. Der Haupteinnahmezweig des Kurortes ist heute der Tourismus.

Rathen gehört zu den verkehrsberuhigten Zonen. In Niederrathen dürfen Sie nur als Übernachtungsgast und mit Sondergenehmigung einfahren. Für alle anderen steht ein großer Parkplatz zur Verfügung.

 

Ausflugsziele in und um den Kurort Rathen

Kurort RathenIn und um den Kurort Rathen liegen so viele Ausflugsziele, dass Sie schon ordentlich Zeit mitbringen sollten. Die berühmtesten Attraktionen sind die Bastei und die Felsenbühne Rathen. Marschieren Sie aber auch mal durch den Amselgrund entlang des Amselfalls. Auf dem Amselsee können Sie bei einer Kahnfahrt einen großen Teil der Felsenwelt von Niederrathen kennenlernen. Vergessen Sie auch die Schwedenlöcher nicht und wandern Sie durch den Nationalpark Sächsische Schweiz. Und auch der Rauenstein und die Burgen Altrathen und Neurathen sind einen Ausflug wert. Ein Erlebnis sind auch die Eisenbahnwelten im Kurort Rathen. Die Eisenbahnwelten ist die größte Gartenbahnausstellung der Welt in der Spurgröße G.

Übrigens war der Kurort Rathen auch schon häufig ein Drehort für Filme. Unter anderem wurden einige Teile des Polizeiruf 110 hier gedreht.

Vom Kurort Rathen haben Sie es auch nicht weit bis nach Dresden, die Tschechei oder anderen Sehenswürdigkeiten der Umgebung.

Der Kurort Rathen ist eine fantastische Erlebniswelt. Bei Einbruch der Dunkelheit ist ein Spaziergang zum Lichterbrunnen ein Highlight. Von Ostern bis in den Oktober hinein erleben Sie eine Komposition aus Lichtern, Wasser und Musik. Faszinierend! Was bei Nacht der Lichterbrunnen ist, ist am Tage die Klangterrasse. Die Klangterrasse ist mit Lautsprechern versehen, über die Sie Musik hören können. Sie bekommen den Eindruck, mitten in einem Orchester zu stehen. Lautstärke und Mischungsverhältnis verändern sich mit Ihrem Standpunkt.

Sind Sie ein Freund von duftenden Blüten, gehört der Besuch des Rhododendrenparks dazu. Auf der „Kleinen Bastei“ können Sie die blühende Pracht erleben. Hier gibt es auch exotische Hölzer, Magnolien und andere blühende Sträucher.

 

Also, auf nach Rathen, dem Kurort mit dem besonderen Flair.

Bildquelle: Für das Bild bedanken wir uns beim Fotografen Mirko Seidel http://miseidd.de

Der Leuchtturm zu Moritzburg

Leuchtturm MoritzburgNein, nein, Moritzburg liegt nicht seit Neustem am Meer. Moritzburg verfügt über den einzigen Binnenleuchtturm in Sachsen. Der Turm entstand im 18. Jahrhundert und ist ausnahmsweise keine Errungenschaft von August dem Starken. Der Leuchtturm Moritzburg ist einer der ältesten Binnenleuchttürme. Er wurde für die Kulisse einer Seeschlacht erbaut und ist damit der einzige Leuchtturm in Deutschland, der für solch einen Zweck gebaut wurde.

 

Die Geschichte des Leuchtturm Moritzburg

Nicht weit vom Fasanenschlößchen der Gemarkung Moritzburg erhebt sich am Ufer des Niederen Großteiches ein Leuchtturm. Genau genommen ist es ein Binnenleuchtturm. Über eine etwa 50 Meter lange Mole können Sie den Leuchtturm Moritzburg erreichen. Im 18. Jahrhundert wurde hier eine Seeschlacht imitiert. Die kurfürstliche Gesellschaft, die sich hier in Moritzburg gern vergnügte, musste mit immer neuen Spielen zufriedengestellt werden. Hetzjagden und Schauspiele der „normalen“ Art waren auf die Dauer langweilig. Und so wurde ein maritimes Ensemble geschaffen, dessen historischer Hintergrund die Schlacht bei den Dardanellen aus dem Jahre 1770 war. In der Seeschlacht von Çeşme besiegte die russische Zarin Katharina die Große die Osmanen. Die Schilderung Orlows, den Kurfürst Friedrich August III. 1775 in seiner Residenz in Dresden empfing, faszinierte den Kurfürsten so sehr, dass er am Moritzburger Teich eine Miniaturausgabe der Schlacht inszenieren lies.

Am Niederen Großteich entstand 1780 eine Hafenanlage mit allem Drum und Dran. Neben der von Mauern gefassten Anlegestelle, einer Molle und steinernen Pollern ließ der Kurfürst auch mehrere Kriegsschiffe bauen und Kanonen aufstellen. Der Leuchtturm Moritzburg war Teil der Kulisse. Die Festivitäten fanden bis zu den Koalitionskriegen statt.

 

Ein Ausflug zum Leuchtturm Moritzburg

Der Leuchtturm Moritzburg wurde von 2006 bis 2007 umfassend restauriert. Dabei erhielt der Turm auch eine Befeuerung, die bei besonderen Anlässen eingeschaltet wird. Besichtigen können Sie den Leuchtturm Moritzburg von Mai bis Oktober an jedem Sonntag im Monat im Rahmen einer Führung. Natürlich ist der Leuchtturm Moritzburg auch zu besonderen Anlässen geöffnet.

 

Bildquelle: Für das Bild bedanken wir uns beim Fotografen Mirko Seidel http://miseidd.de