Die drei Dresdner Elbschlösser – das Schloss Albrechtsberg

Schloss AlbrechtsbergDie Familie kann man sich ja leider nicht aussuchen. Und gerade am Hofe benahm sich nicht jeder so, wie man es sich wünschte. Und so wurde Prinz Albrecht von Preußen, der jüngste Bruder der preußischen Könige Wilhelm I. und Friedrich Wilhelm IV. von Selbigem verbannt. Grund dafür war seine so gar nicht standesgemäße Heirat mit der Gräfin von Hohenau, die von niedrigerem Stand war und folglich nicht ins Könighaus passte. Und so verließ Prinz Albrecht den Berliner Hof. An den Hängen des Elbufers lies er sich zwischen 1850 und 1854 ein prächtiges Schloss erbauen, das heute den Namen Schloss Albrechtsberg trägt.

Erbaut vom Schinkel Schüler Lohse

Erbaut wurde das Schloss Albrechtsberg von Adolf Lohse. Lohse, ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel, lies einen Bau im preußisch-klassizistischen Stil entstehen, der sich in der barocken Landschaft von Dresden wie ein Exot wirkte.
Der zauberhafte Garten wurde vom preußischen Gartenbaumeister Eduard Neide entworfen und gestaltet. Der königliche Hofgärtner Hermann Sigismund Neumann, der später auch den Waldpark Blasewitz entworfen hat, übernahm die Führung beim Anlegen der Gartenanlage. Unterschiedliche Landschaftsbereiche machen den Garten so besonders. Das Wasser für die Wasserspiele, den Teich und den künstlichen Wasserfall kommt aus der nahe Dresdner Heide.

Das Schloss muss Spielschulden tilgen

Schloss AlbrechtsbergNach dem Tode von Prinz Albrecht (1872) und der Gräfin von Hohenau (1879) wohnte der jüngste Sohn Friedrich in dem Schloss. Nach seinem Tod im Jahre 1914 diente Schloss Albrechtsberg Friedrichs Bruder Wilhelm als Wohnsitz. Wegen Spielschulden musste diese das Schloss 1925 samt Grundstück an die Stadt Dresden verkaufen. Seit dem Jahre 1930 sind das Schloss und der Park für die Bürger und die Gäste der Stadt Dresden geöffnet.
Die Pferdeställe, der Park und die Reithalle wurden im Zweiten Weltkrieg von einer SA-Reiterstaffel als Unterkunft genutzt. Der Keller des Schlosses diente den Kindern aus Dresdner Kinderheimen als Luftschutzkeller.
Im Jahre 1951 wurde das Schloss durch die Jugendheim HmbH Berlin zurückgekauft. In den Räumen des Schlosses einstand nach sowjetischem Vorbild der Pionierpalast „Walter Ulbricht“. Seit 1977 ist das Schloss zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt und wird schrittweise restauriert. In den Mauern des Schlosses sind die „JugendKunstschule Dresden“ und die Hotel- und Gaststättenschulen Schloss Albrechtsberg beheimatet.

Sehenswertes im Schloss Albrechtsberg

Schloss Albrechtsberg an sich ist schon eine Schönheit, die ihr Licht ganz sicher nicht unter den Scheffel stellt. Aber auch hier gibt es einige Highlights, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Dazu gehört das Türkische Bad. Das maurisch-orientalische Bad, das übrigens im DEFA-Film „Die Geschichte vom kleinen Muck“ zu sehen ist, wurde 1855 von Carl von Diebitsch gestaltet. Vorbild war der Alhambra. Intarsien auf niedrigen Holzpaneelen und bemalte Stuckfließen schmücken den Raum, der in Rot, Rosa, Golden und Blau gehalten ist. Das Türkische Bad ist die letzte Inneneinrichtung in maurischer Kunst. Und auch der Kronsaal ist einen Blick wert. Und überhaupt sollten Sie einen Besuch auf Schloss Albrechtsberg sich nicht entgehen lassen.

Foto: CP Photographics

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