Rabenstein: Erholung für die Chemnitzer und ihre Gäste

Burg RabensteinChemnitz hat immer noch den Ruf des hässlichen Entleins unter den sächsischen Großstädten. Dabei gibt es auch hier viele schöne Ecken zu entdecken. Beispielsweise den Stadtteil Rabenstein, eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Chemnitzer und ihrer Gäste. So ist es fast schon schwierig, an Wochenenden oder Feiertagen bei schönem Wetter einen Parkplatz zu finden. Rabenstein liegt im Westen der Stadt im Landschaftsschutzgebiet „Rabensteiner Wald“. Über die A72 bzw. die A4 (Abfahrt Limbach-Oberfrohna/Chemnitz-Rabenstein) oder aus der Innenstadt heraus mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Stadtteil gut erreichbar.

Erstmalige Erwähnung fand der Ort im 12. Jahrhundert als „Herrschaft Rabenstein“. In dieser Zeit wurde auch die Burg errichtet. Im Laufe der Zeit bildeten sich die beiden Ortsteile Ober- und Niederrabenstein heraus. Während Oberrabenstein eher dörflich blieb, entwickelte sich im 19. Jahrhundert in Niederrabenstein Industrie. Strickhandschuhe und Strumpfwaren wurden hier hergestellt. Außerdem gab es eine Brauerei und eine Branntweinbrennerei. 1950 wurde Rabenstein von Chemnitz eingemeindet.

 

Natur und Historisches

Die bereits erwähnte Burg ist so etwas wie der Mittelpunkt des heutigen Naherholungsgebiets Rabenstein. Sie ist die kleinste mittelalterliche Burg Sachsens. Heute bietet das Objekt Veranstaltungen und wechselnde Ausstellungen. In der Unterburg ist Platz für Familienfeiern in historischer Umgebung.

Gleich neben der Burg befindet sich das von Johann Georg Siebert erbaute barocke Schloss. Aufwendig renoviert beherbergt es ein Integrationshotel und ist bekannt für sein Restaurant mit hervorragender Küche.

Naturhistorische Entdeckungen können in den Felsendomen Rabenstein gemacht werden. Im sanierten Schaubergwerk sind die hier relativ kleinen Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen. Wer sich traut, ist herzlich zum Höhlentauchen eingeladen. Aber auch trauen lassen kann man sich hier. Ein wahrlich ungewöhnlicher und unvergesslicher Ort für eine Hochzeit!

 

Wandern, Sport und Ausspannen

Schloss RabensteinNatürlich lädt der „Rabensteiner Wald“ zu einer kleinen Wanderung oder Radtour ein. Entlang einer ehemaligen Bahnstrecke führt ein Panoramawanderweg mit tollen Ausblicken über Chemnitz und das Erzgebirge. Dieser Weg führt über eine der ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands. Das unter Denkmalschutz stehende Viadukt ist 150 Meter lang und 23 Meter hoch. Der letzte Zug fuhr hier bereits 1950.

Wer es lieber tierisch mag, besucht den Tierpark, der im Volksmund „Pelzmühle“ heißt. Hier hat man sich auf vom Aussterben bedrohte Tierarten spezialisiert. Direkt nebenan ist der beliebte Pelzmühlenteich. An dessen Ufer ist in und an einem modernen Ausflugsrestaurant für das leibliche Wohl der zahlreichen Ausflügler gesorgt.

Eine Mischung aus Action und Entspannung bietet der Stausee Oberrabenstein, volkstümlich die „Badewanne der Chemnitzer“ genannt. Auf einer Wasserfläche von ca. 6,5 Hektar wird geschwommen, gerudert oder mit einem Wassertreter gegondelt. Ein Highlight ist die 84 Meter lange Rutsche. Volleyballplätze oder Tischtennisplatten sind für Sportbegeisterte vorhanden. Sonnenanbeter legen sich einfach entspannt an den 400 Meter langen Strand. Wer länger bleiben möchte, kann sich auf dem nicht weit entfernten Campingplatz „häuslich“ einrichten.

Viel Spaß in Chemnitz-Rabenstein!

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