Hochwasser Dresden 2013 – Land unter

Hochwasser Dresden 2013Es kam schneller zurück, als alle dachten. 2002 hat wohl noch niemand daran geglaubt, dass sich das Szenario so schnell wiederholt. Statistisch gesehen hatten wir in diesem Jahr keinen Rekordpegel beim Hochwasser in Dresden zu verzeichnen. Das allerdings dürfte für die vielen Betroffenen in und um Dresden kein Trost sein. Und natürlich hat das Hochwasser in Sachsen nicht nur Dresden erwischt. Pirna, Bad Schandau, Meißen, Riesa, Görlitz, Wurzen, Grimma, Leipzig und viele andere Städte, Dörfer und Gemeinden hat die Flut überrascht.

 

Katastrophenalarm für Dresden ausgerufen

Am Montagmorgen, den 03.06. 2013, ruft Dresden den Katastrophenalarm für viele Dresdner Stadtbezirke aus. Die Elbe und viele kleine Nebenflüsse hatten zu diesem Zeitpunkt schon die elbaufwärts gelegenen Städte und Dörfer fest im Griff. Am Morgen hatte die Elbe in Dresden einen Stand von 6,50 Meter erreicht. Am Nachmittag war sie bereits bei 6,70 Meter. Tendenz steigend. Ufernahe Straßen wurden gesperrt, das Terrassenufer steht unter Wasser und die Flutschutztore am Heinz-Steyer-Stadion und der Messe wurden geschlossen. Viele Straßen sind überspült und die Warnstufe 4 wird ausgerufen. Die Menschen bangen.

Elbe, Weißeritz und andere Flüsse werden zu reißenden Strömen

In vielen Teilen des Oberen Elbtals werden Evakuierungen vorbereitet und in den nächsten Stunden und Tagen durchgeführt. Tausende Menschen müssen ihr Hab und Gut im Stich lassen. Viele davon hatten bereits 2002 alles verloren. Das Hochwasser Dresden 2013 nimmt ihnen erneut ihre Besitztümer. Keller laufen voll, in Ladengeschäfte dringt Wasser ein, mancher Orts verschwinden ganze Häuser unter den Fluten. Auch wenn die Menschen dies Mal besser darauf vorbereitet sind, alles können sie nicht retten.

 

Unvergleichliche Solidarität beim Hochwasser Dresden 2013

Unglaublich ist die Solidarität. Wo Hilfe benötigt wird, packen Tausende Menschen an. Kurzerhand wird sich in den sozialen Netzwerken organisiert. Aus virtuellen Freunden werden Kämpfer gegen das Hochwasser. Aber auch außerhalb des Internets melden sich viele Helfer in den Städten, Dörfern und Gemeinden spontan. Auch wenn die Pegelstände des Hochwasser Dresden 2013 nicht die Höchsten waren, in die Geschichte werden sie auf jeden Fall eingehen. Aber historisch wird auch die Qualität der Vernetzung, die sicher so manchem Menschen geholfen und so manches Gebäude gerettet hat. Tausende Menschen verteidigen ihre Stadt und ihr Dorf.

Bei 8,79 Meter bleibt am Donnerstag den 06.06.2013 das Wasser in Dresden stehen. Etwa 4300 Kubikmeter Wasser wälzen sich zu dieser Zeit jede Sekunde durch das schon lange übergelaufene Flussbett. Der Stand von 2002 wurde nicht erreicht. Trotzdem dürfte die Höhe der Schäden sich an denen von 2002 orientieren. Während viele Schäden in den nächsten Monaten und Jahren sicher durch Steuergelder behoben werden, bleiben viele Menschen vor einem Scherbenhaufen sitzen. Die Soforthilfe für Hochwasseropfer ist dabei wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Manche Menschen haben alles verloren, was sie hatten. Was ihnen bleibt, ist NICHTS.

Doch nicht nur in den Städten haben Menschen alles verloren. Vor allem die Bauern stehen vor dem Existenz-Aus. Felder und Weiden wurden überschwemmt. Erdbeeren, Mais, Katoffeln und viele andere Früchte gingen gnadenlos in den Wassermassen unter. Vorräte an Stroh und Heu für die Tiere wurden vernichtet. Und auch die geplante Heu- und Strohernte fällt aus. Die Betroffenen liegen nicht nur im Einzugsgebiet der Elbe, sondern auch an vielen kleinen Bächen und Flüssen. Teilweise wurden ganze Stallanlagen vernichtet.

Tragen wir die Solidarität, die beim Kampf gegen das Wasser unvergleichlich war, weiter. Im folgenden Video sehen Sie Bilder der Katastrophe. Alle Werbeeinnahmen, die mit dem Video erzielt werden, gehen an die Hochwasseropfer. Laden Sie viele Menschen zu dem Video ein. Aber auch Sie können spenden. Jeder Cent zählt. Das Spendenkonto der Stadt Dresden erreichen Sie unter:

 

Spendenkonto der Stadt Dresden:
Empfänger: Landeshauptstadt Dresden
Konto: 3120 000 034
Bank: Ostsächsische Sparkasse Dresden
BLZ: 850 503 00
Verwendungszweck: Hochwasserspende für ……

Internationale Konto-Nummer:
IBAN DE 23 850 503 00 3120 0000 34
BIC OSD DD E 81

Viele Städte haben ein eigenes Spendenkonto. Gern veröffentlichen wir auch diese Bankverbindungen.

Video:

Luftaufnahmen:
3D Luftbildservice
http://www.3d-luftbildservice.de/

Film und Musik:
Niklas Drude

Bildquelle:

http://www.lensviews.de/

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