Sächsische Bäbe – der Kuchen für Sonntag und all die anderen Tage

Sächsische BäbeSächsische Bäbe ist ein echter Klassiker in Sachsen. Der Hefenapfkuchen oder Gugelhupf, wie er auch genannt wird, hat eine lange Tradition und ist heute noch auf jedem Kaffeetisch willkommen. Sächsische Bäbe wird in einer runden Kuchenform gebacken. Früher wurde der Kuchen vor allem zum Leichenschmaus gebacken. Es war Sitte, im Haus des Verstorbenen nach der Beerdigung eine kleine Feier auszurichten, bei der einfache Speisen gereicht wurden. Damals waren es auch einfache Zutaten, aus denen die sächsische Bäbe gebacken wurde. Im Laufe der Zeit kamen Rosinen, Eier und Butter hinzu. In einigen Landstrichen wurde statt der Hefe Backpulver verwendet.

Sächsische Bäbe ist vor allem für das Kaffee trinken am Sonntag Nachmittag gedacht. Aber auch am Morgen, am Abend, am Mittwoch oder Donnerstag und zu jeder anderen Tageszeit können Sie den leckeren Kuchen reichen. Der Klassiker eignet sich vorzüglich zum Didschen. Was dischen ist? Na dabei wird der Kuchen in den Kaffee getunkt, halt eben gedidscht.

 

Diese Zutaten brauchen Sie für die sächsische Bäbe:

Für den Teig

  • 200g Butter
  • 500g Mehl
  • 30g Hefe
  • 125g Zucker
  • 250g Rosinen
  • 6 EL Rum
  • ¼ Liter Milch
  • 4 Eier
  • 4 EL Schlagsahne
  • 150g gehackte Mandeln

Für die Glasur:

  • 200g Puderzucker
  • 30g Butter

Und so geht die sächsische Bäbe:

Waschen Sie die Rosinen, lassen Sie diese abtropfen und weichen Sie die Rosinen im Rum ein. In der Zwischenzeit sieben Sie das Mehl in eine Schüssel und drücken in der Mitte eine kleine Vertiefung. Nun verquirlen Sie die Hefe mit einem Teelöffel Zucker und etwas lauwarmer Milch und geben diese in die Vertiefung. Etwas vom Mehl wird darüber gestreut. Gut abgedeckt muss das Ganze nun etwa 30 Minuten an einem warmen Platz gehen.

Zucker, Eier, Mandeln, Sahne und Butter auf dem Mehlrand geben und von der Mitte aus untermischen. Zum Schluss werden die Rosinen untergemengt. Kneten Sie den Teig so lange, bis er glänzt, und lassen Sie ihn an einem warmen Ort noch eine Stunde gehen. Nun wird der Teig noch einmal durchgeknetet und in eine mit Butter und Semmelbrösel ausgestreute Form gegeben. Bei etwa 200° Grad soll nun die sächsische Bäbe im vorgeheizten Backofen für 60 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen, das Sie in den Kuchen stechen, können Sie prüfen, ob der Kuchen durch ist.

Nehmen Sie die sächsische Bäbe aus dem Backofen und lassen Sie diese etwas abkühlen. Für die Glasur sieben Sie den Puderzucker und rühren diesen mit etwa 2 Esslöffel heißem Wasser glatt. Die Butter zerlassen Sie und rühren diese unter die Zuckermischung. Nehmen Sie den Kuchen aus der Form und übergießen Sie diesen mit dem Zuckerguss.

Guten Appetit! Und das Didschen nicht vergessen!

 

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung der sächsichen Bäckerfachschule www.baeckersachsen.de

 

 

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