Annaberg-Buchholz, die größte Stadt im Erzgebirge

Im oberen Erzgebirge, nah der Grenze zu Tschechien liegt Annaberg-Buchholz, die größte Stadt des Erzgebirges. Die Stadt erstreckt sich von den Hängen des Pöhlberges über ein Tal bis hin zum Schottenberg. Die Stadt hat durch seine einmalige Lage den Charakter einer Terrassenstadt.

Im 12. und 13.Jahrhundert bedeckte hier noch dichter Wald das Erzgebirge. Fränkischen Bauern ließen sich nieder und besiedelten das Gebiet. 1397 wurde die Stadt zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Etwa 1470 fanden die ersten bergwerklichen Tätigkeiten hier statt. Als 1491 die ersten Silbererzgänge im Schneckenberg gefunden werden, strömen die Menschen in die Stadt. Schon 5 Jahre später wird auf Geheiß Georg des Bärtigen die Stadt Annaberg-Buchholz gegründet. Neue Siedlungen entstehen und 1497 erhält die Stadt das Stadtrecht.

Der Silberbergbau nahm im Gebiet immer mehr zu. Die reiche Ausbeute lockte vor allem Bergleute mit ihren Familien an. Bereits im 16.Jahrhundert war Annaberg-Buchholz die zweitgrößte Stadt Sachsens.

Übrigens zog es den Rechenmeister Adam Ries 1522 nach Annaberg-Buchholz. Er lebte hier bis zu seinem Tode im Jahr 1559 und war in Annaberg-Buchholz als Bergbeamter und Rechenmeister tätig.

Der Bergbau war aber nicht die einzige Einnahmequelle der Stadt. Gegen Ende des 16.Jahrhunderts gewannen Bortenwirken und Klöppeln an Bedeutung. Der Dreißigjährige Krieg und der Rückgang des Bergbaus setzen der Stadt im 17.Jahrhundert sehr zu. Erst im 19.Jahrhundert kam es wieder zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.

Annaberg-Buchholz

Foto: M. Zmrzly, CC BY-SA 3.0

In Annaberg-Buchholz gibt es viel zu sehen

Bei einem Besuch in Annaberg-Buchholz sollten Sie erst einmal durch die Straßen schlendern. Die Innenstadt ist vor allem von Gebäuden aus der Gründerzeit geprägt. Aber auch spätgotische Bauten und Gebäude aus der Renaissance finden Sie hier.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die St. Annenkirche. Die im spätgotischen Stil erbaute Kirche ist ein einzigartiges Zeugnis dieser Zeit. Aber auch die St.-Katharinen-Kirche, die Bergkirche St. Martin oder das Franziskanerkloster lohnen einen Besuch.

Der Marktplatz wird vom Rathaus bestimmt. Das in der Mitte des 18.Jahrhunderts von Johann Christoph von Naumann, dem Hofarchitekten August des Starken, errichtete Bauwerk sollte eigentlich im typisch barocken Stil entstehen. Doch nach dem Tode Naumanns wurde die ursprüngliche Planung geändert und der Bau erhielt einen strengen und schlichten Stil.

Wie es sich für das Erzgebirge gehört, warten in Annaberg-Buchholz natürlich auch viele Museen. Eines ist dem Rechenmeister Adam Ries gewidmet. Besonders sehenswert ist die Manufaktur der Träume, ein Erlebnismuseum der besonderen Art.Aber auch Bergwerke warten auf Sie, um Ihnen zu zeigen, was einst geschah. Und sollten Sie mehr auf Natur stehen, können Sie in den Parks und Naturdenkmälern Erholung suchen.

 

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