Sächsischer Sauerbraten – nicht nur für Sonntags

Sächsischer SauerbratenHaben Sie schon mal so einen richtigen, deftigen sächsischen Sauerbraten gegessen? Köstlich, einfach ein Gedicht. Schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Natürlich muss der sächsische Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Rotkraut serviert werden. Und das alles von Hand gemacht, denn das Zeug aus Tüten und Dosen schmeckt nicht wirklich. Aber heute sag ich Ihnen erst mal, wie der sächsische Sauerbraten gemacht wird. Und, nach dem Motto: „Oma ist die Beste“, gibt es natürlich hier auch das Rezept von Oma.

 

 

 

Für 4 Personen brauchen Sie:

  • 2 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren
  • 4 Pfefferkörner
  • 2 Gewürznelken
  • 4 Piment Körner
  • 1 TL Salz
  • 500 ml Wasser
  • 250 ml Essig 10%
  • 1 kg Rindfleisch für Schmorbraten
  • ½ Flasche Rotwein (nicht zum selbertrinken!)
  • 2 Päckchen Soßenkuchen
  • Zucker

Und so geht die Zubereitung:

Sächsischen Sauerbraten müssen Sie ein paar Tage vorher zubereiten. Schälen Sie die Zwiebeln und Möhren und kochen Sie diese mit Wacholder, Lorbeer, Nelken, Piment, Pfefferkörnern, Salz, Wasser und Essig auf. Danach lassen Sie den entstandenen Sud abkühlen und legen darin das Rindfleisch ein. Das Fleisch sollte mindestens zwei Tage darin liegen. Sie können es aber auch länger liegen lassen. Bis zu einer Woche ist möglich. Je länger Sie das Fleisch im Sud lassen, desto zarter und schmackhafter wird der Braten.

Am Sonntag – oder wenn Sie den Braten servieren möchten – nehmen Sie das Fleisch aus dem Sud und tupfen es trocken. Nun wird es angebraten, bis der sächsische Sauerbraten schön braun ist. Begießen Sie den Braten immer wieder mit dem Sud. Wenn er verbraten ist, neu aufgießen. Der Sud darf vollständig aufgebraucht werden. Ist er verbraucht, gießen Sie abwechselnd Rotwein und Wasser zu. Der sächsische Sauerbraten muss mindestens 3 Stunden vor sich hin schmoren.

In der Zwischenzeit reiben Sie den Soßenkuchen sehr fein. Rühren Sie diesen später in die Soße ein. Für etwa 500 Gramm Fleisch brauchen Sie etwa einen Soßenkuchen von etwa 70 g Gewicht. Schmecken Sie am Ende die Soße noch mit Pfeffer, Salz, Zucker und Essig ab. Der Braten inklusive Soße sollte einen feinen säuerlichen Geschmack haben.

Und, ganz klar, sächsischer Sauerbraten wird ausschließlich mit echten Kartoffelklößen und feinem Rotkraut serviert. Und glauben Sie mir, die Arbeit lohnt sich. Guten Appetit!

 

 

Bildquelle: Für das Bild bedanken wir uns ganz herzlich beim Speisehaus Berlin. Auch wenn es keine sächsische Gaststätte ist, weiß man hier einen guten sächsischen Sauerbraten zu servieren.

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2 Responses to Sächsischer Sauerbraten – nicht nur für Sonntags

  1. Texterlounge schreibt:

    Danke. Und der sächsische Sauerbraten ist in der Tat lecker. Aber wem erzähle ich das. Du weißt ja, wie es geht. 🙂

  2. Henry schreibt:

    Gut geschrieben! 🙂
    Lecker…

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