Oschatz – die Stadt im Herzen von Sachsen

Blick über OschatzStädte tragen manchmal schon seltsame Beinamen. Das ist bei Oschatz nicht anders. Keiner kann eigentlich sagen, warum Oschatz die Stadt im Herzen von Sachsen genannt wird. Denn dort liegt Oschatz nun wirklich nicht. Aber vielleicht sind es die Menschen, die Oschatz so einzigartig machen. Wer weiß das schon so genau. Übrigens soll einer Legende nach des Kaisers Frau für den Namen verantwortlich sein. Als dieser einen Namen für die Stadt suchte und seine Frau fragte, wie er die Stadt nur nennen sollte, soll diese geantwortet haben: „Oh Schatz…“.

Oschatz liegt im Landkreis Nordsachsen, sehr nah an der Grenze zu Brandenburg. Etwa 15.000 Einwohner hat die sächsische Große Kreisstadt. Ganze 14 Ortsteile kann die Stadt aufweisen. Und sie ist eingebettet zwischen dem Wermsdorfer Forst, dem Collmberg und der Dahlener Heide.

Oschatz wurde schon um 1200 erwähnt

Ja, Oschatz gehört zu den Orten, die schon früh in die Geschichte eingingen. Erste Erwähnungen stammen von 1200, sind aber nicht gesichert. Im Jahre 1238 erwähnte Markgraf Heinrich III. Meißen Oschatz in einer Urkunde. Im Stadtarchiv von Oschatz soll sich ein Ablassbrief von Bischof Conrad von Meißen befinden, der aus dem Jahre 1246 stammt. Das Marktrecht erhält Oschatz im Jahr 1394.

Den Jahren des Wohlstandes folgen die Jahre der Plünderung. Oschatz wird von den Hussiten gebrandschatzt und geplündert, fällt 1566 der Pest anheim und musste 1616 einen Stadtbrand über sich ergehen lassen. Gerade mal 24 Häuser blieben von der Stadt übrig. Während des dreißigjährigen Krieges wird die Stadt mehrfach geplündert. Ganze 2000 Opfer forderte ein erneuter Ausbruch der Pest. Und noch mal 658 Menschen fordert die letzte Pestwelle in den Jahren 1680 bis 1682.

Im zweiten Weltkrieg wird Oschatz kaum zerstört. Während der Zeiten der DDR wurde in Oschatz die Plattenbauweise vorangetrieben. Nach der Wende wurden das Rathaus, der Neumarkt und der Altmarkt rekonstruiert. Im Jahre 2006 war Oschatz der Ausrichter der sächsischen Landesgartenschau.

Sehenswürdigkeiten und Natur in OschatzBrunnen in Oschatz

Vor allem die wundervolle Landschaft macht Oschatz so einzigartig. Auf zahlreichen Rad- und Wanderwegen können Sie den Oschatzer Stadtwald erkunden, die Ruinen von Schloss Osterland bewundern und über den Collmberg hin zum Wermsdorfer Wald fahren. Aber auch die Stadt selber sollten Sie sich unbedingt genau anschauen. Vor allem in der Innenstadt gibt es prächtige Renaissancehäuser. Die St.-Aegidien-Kirche wurde nach dem Brand von 1842 unter Anleitung von Carl Alexander Heideloff wiederaufgebaut. Und auch das Rathaus wurde nach dem Stadtbrand erneuert, und zwar von niemand Geringerem als von Gottfried Semper. Die Tümerwohnung kann heute besichtigt werden. Einen Blick wert ist auch die Klosterkirche. Sie ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Auf gar keine Fall sollten Sie sich das Stadtmuseum entgehen lassen. Hier befindet sich eine aus dem Jahr 1574 stammende Folterkammer. Den einzigartigen Brunnen auf dem Neumarkt werden Sie kaum übersehen. Er stammt aus dem Jahr 1589 und ist von unvergleichlicher Schönheit.

 

 

 

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