Dresdner Christstollen ist weltweit bekannt

Dresdner ChriststollenDas glauben Sie nicht? Und ob, fragen Sie mal die Bäcker, wohin die Stollen so auf Reisen gehen. Mehr als einer verlässt vor Weihnachten Deutschland. Und schon zu Ostzeiten war der leckere Stollen begehrt. Stollen war die ostdeutsche Antwort auf das Westpaket. Übrigens war das mit dem Dresdner Christstollen zu Ostzeiten nicht ganz so einfach. Der Dresdner Christstollen wurde nicht einfach beim Bäcker gekauft.

Ich weiß noch, dass wir uns Ende Oktober einen Termin beim Bäcker holen mussten. Zum Termin brauchte man fast alle Zutaten wie Rosinen, Butterschmalz, Orangeat, Mandeln und Sultaninen zum Bäcker. Lediglich das Mehl und den Zucker steuerte der Bäcker bei. Zwei Tage später konnten wir den fertigen Stollen abholen und einlagern. Den ersten Stollen gab es dann Weihnachten. Der letzte Dresdner Christstollen wurde kurz vor Ostern angeschnitten. Dann schmeckte er besonders saftig und lecker. Mit dem heutigen Stollen, der in manchen Bäckereien angeboten wird, ist das nicht zu vergleichen. Heute lagern die Stollen zu kurze Zeit oder es wird an den Zutaten gespart. Dadurch schmeckt der Stollen zu trocken.

 

Diese Zutaten brauchen Sie für den Dresdner Christstollen:

  • 500g Mehl
  • 60g Hefe
  • 1/8 Liter Milch
  • 250g zerlassene Butter
  • Zitronenschalen
  • ½ gestrichener Teelöffel Kardamom
  • 125g geschälte Mandeln
  • 150g Zuckerprodukte
  • 1 Prise Salz
  • 125g Korinthen
  • 125g gewaschene Sultaninen
  • 125g Zitronat
  • 125g Orangeat
  • 200g Butter
  • 150g Puderzucker

 

Und so geht der Dresdner Christstollen

Sieben Sie Mehl in eine Schüssel und stellen Sie diese warm. Nun wird die Hefe mit lauwarmer Milch verrührt, in die Mitte des Mehls gegossen und mit etwas Mehl zu einem dicken Brei verrührt. Die Schüssel wird mit einem Tuch abgedeckt, damit der Brei in der Wärme aufgeht, bis er etwa zur doppelten Größe angewachsen ist. In der Zwischenzeit reiben Sie die Schalen der unbehandelten Zitronen und hacken die Mandeln.

Butter, Mandeln, Kardamom, geriebene Zitronenschale, Zucker und Salz mit dem Hefebrei und dem Mehl zu einem Teig verkneten. Dabei müssen Sie den Teig kräftig durchschlagen. Das gibt so ganz nebenbei ordentlich Muckis. Der Teig muss sich ganz leicht von der Schüssel lösen. Nun bestäuben Sie den Teig noch mal mit Mehl und lassen ihn noch mal im Warmen gehen.

Inzwischen werden Korinthen und Sultaninen im heißen Wasser gewaschen und mit einem sauberen Tuch abgetrocknet. Das Orangeat und das Zitronat werden fein gewürfelt. Heute bekommen Sie auch schon gewürfeltes Orangeat und Zitronat.

Geben Sie den Teig auf ein angewärmtes und bemehltes Teigbrett, wellen Sie es etwa 4 cm dick aus und geben Sie die Korinthen,. Sultaninen, Orangeat und Zitronat darauf. Schlagen Sie den Teig übereinander und wellen Sie ihn nochmals aus. Nun klappen Sie den Teig von Dresdner Christstollen wieder auf ein Viertel der vorherigen Größe zusammen. Nun formen Sie den Teig zu einem Stollen, geben ihn auf ein eingefettetes Backblech, bestreichen ihn mit zerlassener Butter und lassen ihn bei 50 Grad im Backofen gehen. Nach etwa einer halben Stunde bestreichen Sie den Stollen wieder mit zerlassener Butter und backen den Dresdner Christstollen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene für etwa 40 Minuten. In der Hälfte der Backzeit noch mal mit Butter bestreichen.

Die restliche Butter wird nach der Backzeit auf dem Stollen verteilt und der Stollen wird dick mit Puderzucker bestäubt.

Möchten Sie den Stollen lagern, damit er richtig saftig wird, sollten Sie ihn ohne Puderzucker lagern. Legen Sie den Stollen an einen kühlen Ort und bewahren Sie ihn dort auf. Bringen Sie den Puderzucker dann erst beim Servieren auf.

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