Die Brühlsche Terrasse – das architektonische Ensemble in Dresden

Brühlsche TerrasseWenn Sie vom rechten Elbufer der Augustusbrücke einen Blick über die Elbe werfen, sehen Sie das wohl meist fotografierte Motiv Dresdens, das Terrassenufer mit der Brühlschen Terrasse. Hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere und fast meint man, den Blick nicht mehr wenden zu können. Die Brühlsche Terrasse erstreckt sich über 500 Meter zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke, eng geschmiegt an das Elbufer. Im 19.Jahrhundert erhielt die Brühlsche Terrasse den Beinamen „Balkon Europas“, der auch in der Literatur Einzug gehalten hat.

Ihren eigentlichen Namen hat die Terrasse aber von Heinrich von Brühl erhalten, der einer der bedeutendsten Männer um August dem Starken war und eine für die damalige Zeit einzigartige Karriere durchwandert hat. Mit 13 Jahren startete er als Page, mit 19 Jahren kam er an den Hof des Kurfürsten und schon kurze Zeit später war er der engste Vertraute August II. Seinen Namen trägt die Terrasse entlang der Elbe, die ursprünglich ein Teil der Dresdner Befestigungsanlage war. Hier hatte Heinrich von Brühl sein Palais und seinen Lustgarten. Übrigens ist die Brühlsche Terrasse das letzte verbliebene Stück der Stadtmauer von Dresden.

Die 500 Meter lange Terrasse ist an manchen Stellen bis zu 10 Metern hoch. Die Breite der Terrasse variiert zwischen 20 und 200 Metern. Im Westen können Sie die Terrasse durch eine Freitreppe erreichen. Der Aufgang zur Brühlschen Terrasse wird von zwei Löwen bewacht. Auf der Brühlschen Terrasse befindet sich das ehemalige Ständehaus, die Sekundogenitur, die Akademie für bildende Künste und das Albertinum. Die Jungfernbastei befindet sich an der Ostseite der Terrasse. Hier können Sie in einer kleinen Parkanlage auf dem Belvederehügel die Reste des Brühlschen Gartens bewundern.

Direkt vor dem Ständehaus steht ein aus Sandstein erbautes Wasserbecken, das eigentlich 1750 angelegt wurde, aber im Jahre 1990 durch eine Kopie ersetzt wurde.

Brühlsche TerrasseDie Brühlsche Terrasse wird aber auch von zahlreichen plastischen Elementen geschmückt. Büsten von Ernst Rietschel und Johannes Schilling, das Denkmal Gottfried Sempers und das Planetensystem von Vinzenz Wanitschke sind auf der Terrasse zu finden. Der Delphinbrunnen befindet sich im ehemaligen Brühlschen Garten. Dort finden Sie auch das Denkmal für Johann Friedrich Böttger und Caspar David Friedrich.

Auch die Brühlsche Terrasse wurde durch den Bombenangriff vom 13. zum 15.Februar 1945 zerstört. Schon im gleichen Jahr wurde mit dem Wiederaufbau einzelner Gebäude begonnen.

Bei einem Bummel über die Brühlsche Terrasse haben Sie also viel zu entdecken. Übrigens sollten Sie unbedingt genau auf das Geländer der Brühlschen Terrasse achten. In der Nähe des Böttger Denkmals können Sie den Fingerabdruck von August dem Starken im Geländer entdecken. Laut einer Legende soll August der Starke ihn zum Zeichen seiner ungeheuerlichen Kräfte zurückgelassen haben.

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