Der Bau der Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden1722 beschloss der Rat der Stadt Dresden eine neue Kirche zu bauen. Mit dem Entwurf wurde der Ratszimmermeister und Architekt George Bähr beauftragt. Bähr benötigte 4 Jahre für die Planung der Kirche. Die Planung der Frauenkirche Dresden basiert auf einem nicht genehmigten Entwurf des Oberlandesbaumeisters Johann Christoph Knöffel. Am 26.August 1726 erfolgte die Grundsteinlegung für den Kirchenbau.

Bis 1734 dauerte der Bau der Frauenkirche Dresden. Grund dafür waren nicht zuletzt die heftigen Streitereien, die es während der Bauzeit unter den Bausachverständigen gab. August der Starke, Kurfürst zu Sachsen, entschied letztlich für den Weiterbau der Frauenkirche nach den Vorlagen von George Bähr. Bähr verstarb im Jahr 1738 noch vor der Fertigstellung seines Meisterwerkes.

Der Bau der Frauenkirche Dresden kostete 288.570 Taler, 13 Groschen und 64,4 Pfennige. Das Geld stammt aus Spenden Dresdner Bürger und war eigentlich für die Salzburger Protestanten bestimmt, die wegen ihres Glaubens vertrieben wurden. Allerdings waren diese inzwischen einer Einladung des preußischen Königs gefolgt und aus Sachsen weggezogen. Die Spenden erhielten sie nicht. Diese wurden für den Bau der Frauenkirche Dresden zweckentfremdet.

Nach den ursprünglichen Plänen des Architekten George Bähr sollte die Außenkuppel der Frauenkirche Dresden aus Holz bestehen, welches mit Kupfer verkleidet werden sollte. Allerdings erwies sich diese Variante als sehr kostspielig und so wurde die Steinkuppel in Erwägung gezogen. Diese Variante erhielt aber nicht die Zustimmung anderer Bausachverständiger. Bähr konnte sein Vorhaben nur mithilfe August des Starken durchsetzen, der für die Kuppelkirche Santa Maria della Salute in Venedig schwärmte.

1733 wurde der Bau der Steinkuppel vertraglich vereinbart. Schon während des Baus traten Risse in der Kuppel auf. Deshalb konnte mit dem Bau der Laterne erst im Jahre 1741 begonnen werden. Fünf Jahre nach dem Tod des Architekten George Bähr wurde der Bau der Frauenkirche Dresden am 27.Mai 1743 mit dem Aufsetzen des Kuppelkreuzes vollendet.

Übrigens waren Zacharias Longuelune und sein Schüler Knöffel nicht mit den barocken Bauplänen von Bähr einverstanden. Beide plädierten für barock-klassizistische Einflüsse beim Kirchenbau. Diesen Einwänden könnte sich Bähr 1726 nicht mehr entziehen. Die Kuppel wurde deshalb im Baustil des klassizistischen Barock erbaut. Ihre Form wurde mehr ins Ovale gehalten. Knöffel hatte aber auch noch mehr Einfluss auf den Bau der Kirche. Der Grundriss und der Innenausbau stammen aus der Feder Knöffels. Lediglich der Altarraum blieb ohne Einflüsse des Klassizismus. Er wurde mit Arbeiten der Bildhauer Johann Christian Feige und Benjamin Thomae gestaltet.

Die Kuppel des protestantischen Sakralbaus, der zu den bedeutendsten des deutschen Barock gehört, beeindruckt vor allem durch ihre konkave Form. Dadurch erinnert die Kuppelform an eine Glocke. Das war zur damaligen Zeit auf der Welt einzigartig. Die Kuppel ruht auf acht Pfeilern, die sich im Innenraum befinden und eine Kreuzform bilden. Die Steinerne Glocke, wie die Kuppel auch genannt wird, gilt nördlich der Alpen als größter Bau ihrer Art.

Die Frauenkirche Dresden steht auf einer relativ kleinen Fläche. Gerade mal 50,02 x 41,96 Meter reichten für diesen monumentalen Bau aus. Einschließlich des Turmkreuzes beträgt die Höhe 91,23 Meter.

Sie wollen mehr über die Frauenkirche Dresden erfahren? Na dann einfach dranbleiben. Über dieses Bauwerk gibt es noch viel zu erzählen.

Dieser Beitrag wurde unter Sehenswürdigkeiten abgelegt und mit verschlagwortet. Nutzen Sie den Permalink für Ihre Bookmarks.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*