Sächsische Glitscher

Sächsische Kartoffel Glitscher

Klaus Steves / pixelio.de

Es mag manchem unheimlich anmuten, aber Glitscher oder Reibekuchen, wie sie in anderen Bundesländern heißen, stammen nicht aus der Kühltruhe. Früher wurden die Dinger wirklich noch per Hand aus richtigen natürlichen Zutaten gemacht. Und jeder der die echten, selbst gemachten Glitscher kennt, weiß, dass diese um Meilen besser schmecken als das Zeug aus dem Supermarkt. Allerdings erfordern die Glitscher echte Handarbeit. Dafür werden Sie mit einem Genuss für Gaumen und Sinne belohnt. Bei uns gab es früher ein richtiges Wettessen mit den Kartoffelpuffern. So werden die Dinger nämlich auch noch genannt, weil sie eben aus Kartoffeln sind. Das Rezept ist ganz einfach. Die Vorbereitung geht auf die Knochen, der Geruch im Haus hält sich tagelang. Deshalb werden die sächsischen Glitscher auch vorwiegend im Sommer zubereitet. Warum die Glitscher heißen? Na weil die erst in die Pfanne und dann auf den Teller geglitscht werden.

 

Zutaten für die sächsischen Kartoffelglitscher

Für 6 Personen (Vorsicht! Bei echten Liebhabern reichen die Angaben nicht für 6 Personen) benötigen Sie folgende Zutaten:

 

  • 1 kg rohe Kartoffeln
  • 600 g gekochte Kartoffeln
  • etwa 200 ml Leinöl
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Eier
  • Salz
  • etwas Muskat

 

Kartoffelmehl oder ähnliches Zeugs gehört nicht in den sächsischen Glitscher.

 

Und so gehen die sächsischen Glitscher

Die gekochten und rohen Kartoffeln werden gerieben. Wenn Sie sich die Sache etwas leichter machen wollen, können Sie für die gekochten Kartoffeln auch eine Kloßpresse verwenden. Um das Reiben der rohen Kartoffeln per Hand kommen Sie aber nicht herum. Anschließend geben Sie die Eier, das Salz, die fein geschnittenen Zwiebeln und das Muskat hinzu und lassen den Teig etwa eine halbe Stunde ziehen. Finger weg! Es wird nicht genascht!

Nun erhitzen Sie das Leinöl in der Pfanne und geben immer ein kleines Häufchen vom Teig ins heiße Öl. Die sächsischen Glitscher werden von beiden Seiten goldbraun angebrutzelt.

 

Und was gibt es dazu?

Bei uns gab es früher etwas Salz und einen Gurken-Bohnen-Salat dazu. Wir stehen halt auf die herzhafte Variante. Wer es lieber süß mag, kann Apfelmus dazu servieren. Sächsische Glitscher lassen sich aber auch hervorragend zu Fleisch und Gemüse anrichten. Dazu gibt es natürlich ein richtiges Radeberger. Probieren Sie es einfach aus. Hauptsache es schmeckt.

 

 

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