Sachsen


Mit sächsischer “Gemiedlichgeit”

 

Sachsen BloggerSachsen gehört mit einer Fläche von 18.400 Quadratkilometer wohl eher zu den kleineren Bundesländern. Dafür hat der Freistaat aber einiges zu bieten. Und die Rede ist dabei nicht nur von den angeblich so wunderschönen Mädchen, die hier laut einer Redensart auf Bäumen wachsen. Übrigens waren mit diesem Sprichwort niemals die sächsischen Mädchen gemeint. Die Redensart stammt aus Niedersachsen. Trotzdem wird es heute immer mit Sachsen in Verbindung gebracht. Und wie wir finden, zu Recht.

Aber nicht nur die schönen Mädchen sollen Gegenstand des Blogs sein. Sachsen hat noch viel mehr zu bieten. Traumhafte barocke Städte, hohe Gebirge, kühle Seen, leckeren Wein und edles Porzellan. Viele historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten sind der Grund, warum Sachsen den ersten Platz bei den inländischen Kultururlaubszielen belegt und Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Nordrhein-Westfalen auf die Plätze verweist. Nicht dass wir Sachsen jetzt hämisch lachen würden, aber es freut uns schon.

Wer einmal in Sachsen war, will meist nicht mehr fort oder er kommt immer wieder. Die Sachsen sind einfach ein Völkerschlachtdenkmalfreundliches Völkchen. Liebeswert, nett und sehr zuvorkommend. Mit sächsischer „Gemiedlichgeit“ werden hier alle Besucher aufgenommen. Es sei denn, sie wissen sich nicht zu benehmen. Dann können wir auch fuchsteufelswild werden. Aber bei einem Gläsel Wein oder echtem Radeberger Bier beruhigen wir uns auch wieder schnell. Ihr müsst uns nur einladen.

Sachsen, das sind 10 Landkreise und drei kreisfreie Städte. Und in denen wohnen immerhin 4,132 Millionen Menschen. Hauptsächliche wird in Sachsen natürlich sächsisch gesprochen. Und zwar der Meißnische und der Osterländische Dialekt. In der Lausitz werden neben dem Lausitzischen auch mehrere Dialekte des Sorbischen gesprochen. Und um das Stimmengewirr perfekt zu machen, gibt es auch noch das Vogtländische und das Erzgebirgische. Und jeder Dialekt klingt anders. Und wer nun glaubt, wir Sachsen können nicht schreiben, dem sei gesagt, dass die Schriftsprache der Kursachsen in Meißen die Basis für Luthers Neuhochdeutsch war.

oschatz im winterMit Sachsen verbindet man natürlich auch Sehenswürdigkeiten. Allen voran geht wohl Dresden mit seiner einzigartigen Schönheit. Frauenkirche, Zwinger, Semperoper und Hofkirche sind nur einige der wundervollen Bauten, die uns die Kurfürsten zurückgelassen haben. Aber auch außerhalb von Dresden gibt es tolle Sehenswürdigkeiten. Die Burg Stolpen zum Beispiel, auf der die Gräfin Cosel gefangen gehalten wurde. Aber auch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig oder das Opernhaus in Chemnitz sind mehr als einen Blick wert.

Und natürlich sind alle die wunderschönen, verträumten Wanderwege nicht zu vergessen. Sachsen hat eine einzigartige Natur. Mit Wölfen in der Lausitz, hohen Bergen in der Sächsischen Schweiz und dem Erzgebirge und wundervollen Seen im Leipziger Neuseenland. Hier können Sie wandern, reiten, biken und vieles mehr. Die Berge laden zu Klettertouren ein, die Seen lassen Raum für Wassersport und überhaupt wird hier gesportelt nach allen Regeln der Sportskunst.

Wirtschaftlich hat Sachsen einiges auf dem Kerbholz. Gab es früher vorrangig Tagebaue und Landwirtschaft, so sächsische schweizhat sich seit der Wende ein Strukturwandel in Sachsen vollzogen. Aus vielen Tagebaurestlöchern sind Erholungsgebiete geworden, Tagebaue und Kraftwerke wurden geschlossen und durch neue ersetzt und veraltete Industriebetriebe haben ausgedient. Das bedeutet aber nicht, dass Sachsen wirtschaftlich ausgedient hat. Im Gegenteil. Sachsen führt derzeit die ostdeutsche Wirtschaft noch vor Thüringen an und besetzt damit einen Spitzenplatz. In manchen Industriebereichen hat Sachsen eine hohe Wachstumsrate und kann sich mit einigen westlichen Bundesländern messen.

Ganz wichtig auch, in Sachsen weiß man, was gute Küche ist. Dazu gehört ein leckeres Gläschen Wein oder Sekt von den heimischen Weinbergen. Sächsische Eierschecke, Leipziger Allerlei, Hackfleisch mit Schmorgurken und Tomaten und der Sächsische Weihnachtsstollen sind nur einige der Leckereien, die es hierzulande so gibt. In Sachsen wusste man schon immer zu schlemmen, schließlich hat schon August der Starke pompöse Feste gefeiert, bei denen ordentlich aufgetafelt wurde. Aber auch im armen Volk haben sich einige Köstlichkeiten entwickelt, die noch heute munden. Der typische sächsische Sauerbraten schmeckt genauso gut wie die sächsische Kartoffelsuppe mit Würstchen. Dazu ein kräftiges Freiberger oder Radeberger aus typisch sächsischer Brautradition oder ein vollmundiger Wein von den Hängen der sächsischen Weinberge.

Alles in allem ist Sachsen auf jeden Fall eine Reise oder gar einen Daueraufenthalt wert. Was es hier zu entdecken gibt, erfahren Sie auf unseren Blog. Lassen Sie sich einfach verführen ins wunderschöne Sachsen.

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